Dating Paul

April 30, 2008

Ein Genie-Streich im Marketing

von Paul

Nach einem 3tägigen Brainstorming-Bootcamp kam das Marketing mit einer Pressemeldung heraus, die medienweit für eine unglaubliche Resonanz sorgte. Nicht zuletzt wegen der genialen Lancierung der Erklärung. Von BILD bis Gallileo, vom Morgenmagazin bis SAM, von heute bis La Notte, von ZIB bis bizz, von Drehscheibe Deutschland bis hin zum Wort zum Sonntag wurde über die selbstbewusst formulierte Forderung diskutiert. Ein sagenhaftes Echo!

Um was ging es in den so beherzt angeschlagenen Thesen?

In dem Bootcamp wurden die unglaublich guten Zahlen des Valentinstags analysiert und gebrainstormt bis das Hirn matschte, wie man diese großartigen Zahlen häufiger erreichen kann. Manchmal ist die Lösung einfach zu einfach: Wir brauchen ganz einfach MEHR Valentinstage. Logisch.

Und genau darin besteht die Forderung: Mehr Valentinstage! Mindestens einen pro Quartal. In dem veröffentlichten Traktat wird auch vorgeschlagen depressive Feiertage, wie Fronleichnam, Aschermittwoch, Karfreitag oder den Tag der deutschen Einheit in einen weiteren heiteren Tag der Liebe, einen weiteren Valentinstag umzubauen. In einem Nebensatz wird auch die Möglichkeit erwähnt, den Sonntag in einen wöchentlichen Valentinstag umzubenennen, wobei nicht nur dieser Vorschlag grade im Wort zum Sonntag relativ scharf kritisiert wurde.

April 29, 2008

Die 36 Kammern der CFU

von Paul

Ok – ich erzähle es. Nach all den Nachfragen in diese Richtung. Ich gebe Einblicke in die Ausbildung zum CFU Agenten. Aber vorsicht – das ist nichts für Schwache Nerven und streng geheim ist es noch dazu. Wie wird man also Agent der Counter Fake Unit?

Das Ausbildungsprogramm wurde zusammengestellt von einem 12 köpfigen Expertengremium, das sich selbst “die Apostel” nannte. In diesem Team von Spezialisten befanden sich unter anderem: ein ehemaliger Navy-Seal, ein Shaolin-Mönch, ein Hacker der Stufe 9, ein Nacktmullzüchter aus Bad Salzufflen und ein indischer Fakir. Die Identität der anderen ist so geheim, dass sie selber nicht mehr wissen, ob sie dabei waren oder nicht. Diese Fachleute haben ein 36stufiges Ausbildungsprogramm entwickelt. Nur wer alle Kammern des Kammerkonzepts durchläuft kann danach den Dienst in der CFU, der absoluten Eliteeinheit, beginnen.

In den unterschiedlichen Kammern müssen sich die Anwärter ganz unterschiedlichen Unterweisungen unterziehen, bei welchen die körperliche Leistungsfähigkeit, die Beweglichkeit, Dechiffrierungstalent und Kryptologie, Fremdsprachenkönnen, Wahrnehmungs- und Erkennungsvermögen, Reiztoleranz und noch viele weitere Fertigkeiten bis zur Perfektion trainiert werden. Erst wenn ein Raum komplett durchlaufen ist öffnet sich dir Tür zum nächsten Raum. Über jeden Raum wacht ein Senior Agent, der den Fortschritt des Adepten überwacht und bewertet.

Das Programm ist angelegt auf 252 Tage, was also bedeutet, dass jede Kammer durchschnittlich in 7 Tagen durchlaufen sein muss. Wer nach 252 Tagen nicht durch alle Kammern durch ist, muss das Programm beenden. Mörderisch ist der Abschlusstest in dem alle Kammern nochmals an einem Stück durchlaufen werden müssen.

Tief unter dem strahlend schönen Gebäude der Firma, noch unter den Dating-Labs, befindet sich das Labyrinth der 36 Kammern auf einem schier unendlich großen unterirdischen Gelände. Dort sind die Anwärter auf den Rang des CFU Agenten bis zum Ende Ihrer Ausbildung, fernab von Tageslicht und Zivilisation, ohne Kontakt zu Freunden und Familie, ganz mit sich allein.

In nächster Zeit werden die Kammern vorgestellt.

April 21, 2008

B. O. Ring – Werk 5 – Flow

von Paul

Ich bin sehr glücklich, der Welt heute ein neues Werk von Boris zeigen zu können. Ein Werk, in dem er mich erwähnt, und das er mir später geschenkt hat. Danke Boris. Entstanden ist das Werk nach einer Abschiedsfeier in einem der letzten Jahrhundertsommer. Die Dechiffrierung der einzelnen Bildelemente ist nach wie vor nicht zum Abschluss gebracht. Ich erinnere mich noch daran, dass an dem Tag in einem Meeting folgender Satz als einzige Mitschrift auf meinem Mitschriftsblock zu lesen war: “Runterskizziert ist das neue aufoktruiert!” – das hilft beim Dechiffrieren aber kein Stück.

Das sagt die Fachpresse:

“Die Epiphanie der Hopfenkaltschale.” (August Tinner, Bier und Kunst)

“Meiner Meinung nach liegt der Schlüssel zur Deutung in der Schippe des Maulwurfs. Oder noch etwas darunter.” (Sören Kennerknecht, Wunst-Magazin)

“Das stinkt genauso wie der andre Schmarrn von diesem … wie hoast der?” (Sebastian “Sepp”Bastong, Bund der deutschen Überfischungsphobiker)

B. O. Ring - Werk 4 - Flow

April 4, 2008

Gestern wieder: Abteilungsübergreifendes Flaschendrehturnier

von Paul

Freunde der Volksmusik, ich kann euch flüstern … ob diese Sache mit dem Abteilungsübergreifenden Flaschendrehturnier Zukunft hat? … ich weiß nicht, ich weiß nicht … nachdem was da gestern wieder passiert ist … und es passiert ja noch immer … aber der Reihe nach:

Wir fingen gestern Abend Punkt 18:30 Uhr an. Beteiligt waren die üblichen Verdächtigen. Kegel von den SysAdmins hatte schon schrecklich einen im Tee, da bei den SysAdmins um 16:30 Uhr ein kleiner Umtrunk stattfand, weil der Bruder von Rufus neu im Team angefangen hat und gleichzeitig Vater geworden war (also nicht life im Büro, sondern vor ner Woche). Logischerweise konnte Rufus auch nicht mehr grade aus sehen. Neben der Neuen aus dem Marketing, Nora vom Produkt, war auch Katinka aus der Buchhaltung dabei. Thea, die AdG, saß zwei Stunden im falschen Raum, vergaß dann, warum sie da saß und rief bei der MVG an, um sich einen Bus zu bestellen.

Die Stimmung war von Anfang an traumhaft und um die Ausgelassenheit zum Zenit zu peitschen wurde einvernehmlcih beschlossen, weil das auch das letzte Mal so schön geklappt hat, die ersten 11 Runden Wodkapflicht zu spielen. Nicht lang quatschen und denken, wer gedreht wird, zieht ein halbes Sektglas Wodka Ahoi (aka Porno-Wodka) auf Ex. Basta! Sehr wirkungsvoll. Katinka hat nichts dazu gelernt und dreht sich wieder in Serie selbst. Nora, die alte Sozialpädagogin, säuft solidarisch mit. Ich befürchte Schreckliches.

Nach den 11 Runden zeigt die Flasche auf Nora und Katinka schreit raus: “BITTE MACH PFLICHT! ICHHABWASICHHABWASICHHABWAS!”. Nora plärrt: “P F L I C H T ! ! !”. Katinka sagt: “Du musst ein Daumenkino von Ben Hur basteln!”

Bei Nora ist anscheinend die letzte Porno-Wodka-Runde zu weit nach oben geschäumt, jedenfalls steht sie total unter Strom, freut sich riesig, sagt “bis gleich!”, düst aus dem Zimmer und ist weg. Und bleibt weg. Und kommt nicht mehr. Wir spielen weiter und merken erst nach geschlagenen 3 Stunden, dass da wer fehlt. Wir versuchen uns Sorgen zu machen, was aber nicht so recht klappt, da bereits 3 leere Wodkaflaschen rumliegen. Grade als wir glauben beschlossen zu haben, dass jemand mal nach ihr sehen gehen könnte, fliegt die Tür auf und Nora steht in der da. Ihr Kopf ist irgendwo zwischen Burgunder- und Bordeaux-Rot. In Ihrem Arm hat sie ungefähr 1500 Bögen Papier und meint, dass seien die ersten 4 Minuten von Ben Hur als Daumenkino. Der Rest ist unterwegs. Der eine Teil wird gerendert, der andere Teil gedruckt. Sie hat ein Tool gefunden, dass Filme in Einzelbilder abspeichert. Durch dieses Tool werden grade die letzten 180 Ben Hur Minuten automatisch in Einzelbilder diminuiert. Der Rest der ersten 25 Minuten flutsch durch den Netzwerkdrucker. Das erzählt sie stolz. Ich bin mächtig beeindruckt. Kegel sagt: “Hattest du da genug Platz für auf deinem Rechner? Das sind doch absurde Datenmengen!”. Nora meint: “Wozu haben wir denn dieses fette Netzwerk mit den ganzen TerragigawieauchimmerDingern?” Kegel wird blass und würgt.

Unser Netzwerk ist immer noch am Sack. Kann bis Montag dauern, bis das wieder funktioniert. Immerhin haben wir jetzt die ersten 20 Minuten von Ben Hur auf 11 238 DIN A3 Bögen als Daumenkino.

April 2, 2008

Noch mehr Diversifikation

von Paul

Eine weitere einsame Zielgruppe wurde entdeckt. U-Bahn-Kontrolleure. Als neue Randgruppe, der ein randgruppenspezifisches Portal gebaut wird, sind U-Bahn-Kontrolleure fast schon beschlossene Sache. Meine gut unterrichteten Kontaktkreise sprechen davon, dass bereits Kooperationen mit der Münchner MVG, dem BVG in Berlin, der BOB, der Kleinblittersdorfer Bummelbahn und dem Transrapid unter Dach und Fach sind. Außerdem wird in den beiden in beachtlicher Auflage erscheinenden Spartenmagazinen “Die Fahrscheine bitte!” und “Der kleine Kontrolleur” ganzseitige Anzeigen geschaltet. Liebe Kontrolleure: Ihr wardt die längste Zeit alleine! Macht euch gefasst darauf zurück ins Leben zu treten.