Dating Paul

April 30, 2008

Ein Genie-Streich im Marketing

by Paul

Nach einem 3tägigen Brainstorming-Bootcamp kam das Marketing mit einer Pressemeldung heraus, die medienweit für eine unglaubliche Resonanz sorgte. Nicht zuletzt wegen der genialen Lancierung der Erklärung. Von BILD bis Gallileo, vom Morgenmagazin bis SAM, von heute bis La Notte, von ZIB bis bizz, von Drehscheibe Deutschland bis hin zum Wort zum Sonntag wurde über die selbstbewusst formulierte Forderung diskutiert. Ein sagenhaftes Echo!

Um was ging es in den so beherzt angeschlagenen Thesen?

In dem Bootcamp wurden die unglaublich guten Zahlen des Valentinstags analysiert und gebrainstormt bis das Hirn matschte, wie man diese großartigen Zahlen häufiger erreichen kann. Manchmal ist die Lösung einfach zu einfach: Wir brauchen ganz einfach MEHR Valentinstage. Logisch.

Und genau darin besteht die Forderung: Mehr Valentinstage! Mindestens einen pro Quartal. In dem veröffentlichten Traktat wird auch vorgeschlagen depressive Feiertage, wie Fronleichnam, Aschermittwoch, Karfreitag oder den Tag der deutschen Einheit in einen weiteren heiteren Tag der Liebe, einen weiteren Valentinstag umzubauen. In einem Nebensatz wird auch die Möglichkeit erwähnt, den Sonntag in einen wöchentlichen Valentinstag umzubenennen, wobei nicht nur dieser Vorschlag grade im Wort zum Sonntag relativ scharf kritisiert wurde.

2 Kommentare to “Ein Genie-Streich im Marketing”

  1. [...] Das Marketing arbeitet auf höchster politischer Ebene daran, dass der zweite Weihnachtsfeiertag ein Valentinstag wird und leitet damit die konkrete Umsetzung eines schon vor längerem gefassten Plans ein. [...]

  2. Billigflug schrieb:

    Jaja, die Marketingexperten… Die Idee “negativ -Feiertage” in positive umzuwandeln, ist an sich nicht schlecht. Fraglich bleibt, ob Mann soviel erzwungene Liebes-Tage im Jahr verkraftet. Für die meisten ist der Valentinstag nämlich ein Graus! Entweder wird er ganz vergessen, oder die Gattin ruft diesen Tag schon Monate vorher ins Bewusstsein. Aber häufig ist es so, dass die Besorgungen für diesen einen Tag im Jahr erst kurz vor 12 erledigt werden. Ach ja, fast so wie der Weihnachtsstress in klein. Schließlich möchte Mann ja dann doch einen guten Eindruck bei seiner Angebeteten hinterlassen. Aber mal ehrlich, möchten wir das noch haüfiger im Jahr? Vielleicht würden einfach ein paar staatliche Feiertage mehr einen ähnlichen Effekt zulassen… Stressfrei, und mit Aussicht auf einen schönen Kurztrip ;-)

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