Dating Paul

Juli 7, 2008

KAMMER 1 – Fliegender Finger an schneller Hand

by Paul

Wie schon mehrfach erwähnt muss der Mitarbeiter der Kundenservicespezialeinheit CFU, der Counter Fake Unit, ein mörderisches 36stufiges Ausbildungsprogramm durchlaufen: Die 36 Kammern der CFU.

Jetzt wird es spezifischer und nach und nach werde ich die 36 Kammern der Reihe nach erklären.

Die erste Kammer  trägt den Namen Fliegender Finger an schneller Hand.

Der AiA (Agent in Ausbildung) wird durch einen dunklen langen Gang in die erste Kammer geführt, in dämmrigem Licht drei Schreibtische hintereinander stehen. Auf den ersten beiden Schreibtischen steht jeweils ein Monitor, auf dem dritten stehen zwei. Auf dem ersten Schreibtisch befindet sich rechts neben dem Monitor ein schwarzer Kasten – etwa 20 x 20 cm Grundfläche und 60 cm hoch. Auf dem zweiten Schreibtisch befindet sich dieser Kasten links vom Monitor und auf dem dritten Schreibtisch befinden sich 2 dieser Kästen.

Beaufsichtigt wird der Raum von einem Senior Agenten, den alle nur Chip nennen. Er war angeblich Teil des Teams am Stanford Research Instituts, welches in den 60er die erste Computermaus entwickelte. Er erklärt dem Adepten die erste Prüfung, die wie folgt aussieht:

Der AiA setzt sich an den ersten Schreibtisch, steckt die Hand in den schwarzen Kasten  und fast dort eine Computermaus. Auf dem Bildschirm startet ein Punkt-Klickspiel – ganz ähnlich diesem hier. Der Sinn des Spiels ist einfach: man muss schlicht auf einen Punkt klicken, der ständig die Position ändert. Doch so schlicht bleibt es nicht.

Die ersten 15 Durchgänge hat der AiA zum üben. Danach beginnt die Prüfung.

In dem schwarzen Kasten befinden sich 150 Nadeln. 120 davon senken sich langsam von Anfang an in Richtung Hand. Mit jedem Punkt, den der AiA trifft bleibt eine Nadel stehen. Mit jedem Klick der keinen Punkt trifft setzt sich eine zusätzliche in Bewegung. Jeder Versuch dauert 60 Sekunden. Bei jeder Berührung der Kastenwand gibt es zudem einen kleinen aber ekelhaften Stromstoß.

Die Nadeln die sich absenken sind ziemlich klein und Hinterlassen beim ersten Piecks keine wirklich ernsthafte Verletzung – werden aber sehr unangenehm bei häufigem Piecksen.

Schafft es der AiA den ersten Schreibtisch frei von Piecksern zu verlassen, kommt er an den zweiten Schreibtisch – dort blüht ihm das gleiche mit der anderen Hand. Allerdings hat er auch hier wieder 15 Übungsdurchgänge, bevor die Nadeln spitz geschaltet werden. Schafft er den zweiten Tisch kommt der Dritte und er spielt das gleiche – nur gleichzeitig mit beiden Händen an zwei separaten Bildschirmen. An dem dritten Tisch stehen ihm 50 nadelfreie Trainingsrunden frei. Entscheidet er sich aber in die Prüfung mit Nadeln zu starten, sind eventuell übrige Trainingsrunden verfallen.

Chip, der Meister der Kammer, verarztet schwerwiegendere Verletzungen und leeitet den Adepten in Meditationsübungen dazu an, seine Gehrinhälften zu synchronisieren.

Schafft er den dritten Tisch öffnet sich dir Tür in die zweite Kammer.

3 Kommentare to “KAMMER 1 – Fliegender Finger an schneller Hand”

  1. melkor schrieb:

    Nach einer Woche noch kein Kommentar? Ist hier nichts mehr los?

  2. Russian Whore schrieb:

    Hi!
    Ich bin eine AiA, die bereits in Kammer 34 ist und die CFU soweit erfolgreich infiltrieren konnte.

    Auch wenn dies nicht mein Auftrag ist, dachte ich mir, es wäre doch ganz nett, jungen AiAs ein paar Tipps zu geben, die den langen Weg noch vor sich haben, bevor sie fit genug sind … äh … mich zu erwischen:

    Also, der Schlüssel zu Kammer 1 ist ganz klar Chip. Natürlich kann man sich auf das dusselige Spiel einlassen, aber man kann sich auch die Einsamkeit Chips zunutze machen. Zumindest, falls man ein Y-Gen vorzuweisen hat und auf … na ja, findet‘s raus :-) . Falls man(n) das nicht herausfinden möchte, hier ein paar Sachen, die man beachten sollte:

    Was man nicht tun sollte, ist Chip jede Form von dünn frittierten Knollengewächsen, oder Derivaten dieser Art (Prongels etwa) zu bringen. Bei Bestechung besteht er darauf, dass man kreativ ist. Zwei Flaschen August sind aber auch ok. Die Gehirnhälftensynchronisation führt Chip allerdings nur durch, wenn man für sich selbst auch Bier mitbringt.

    Was tatsächlich funktioniert ist, wenn man Chip attestiert, dass die Maus eine klasse Erfindung war und er sicherlich bald auch in Kammer 2 käme. Als Ausbilder versteht sich. Dann lässt er bei jedem erfolgreichen Klick immer gleich zwei Nadeln oben.

    Das sollte reichen fürs Erste. Ich bin dann mal unterwegs um die CFU nicht arbeitslos zu machen.

    Viel Erfolg und bis bald,
    eure (Doppel-)Agentin Olga Paymeticket

    P.S.: Bevor die interne Sicherheit (etwa Mr. Foreverlonging) panisch alle weiblichen AiAs der 34.Kammer verhört (das würde ihm so passen) – es könnte sein, dass ich eigentlich in der 26. bin, oder in der 31., oder bei iLove … ;-)

  3. Paul schrieb:

    ACHTUNG!!!! PROPAGANDA!!! (hier eher: PropagAndi)!!!
    Glauben Sie kein Wort von Russian Whore. Das ist natürlich Quark. Magerquark.

    1) Chip ist ein Dateneunuch der Stufe 4. Er ist nicht nur nicht anfällig für Ypsilone und Ypsilantis jeder Coleur, er verträgt auch weder Bier noch Frittierters. Lediglich Chicken Wings könnten was bewirken … ABER DAS IST TOP SECRET! Weiß nichtmal er selbst!

    2) Chip mit einem Ausbilderjob in Kammer 2 locken – bringt nichts. Er ist genau dort wo er sein will.

    3) Der AiA ist im Kammersystem von der Außenwelt abgeschlossen und nackt … und wurde vorher natürlich durchleuchtet, dass da keine elektronischen Geräte in Körperöffnungen geschmuggelt werden. Es gab da früher mal einen Zwischenfall mit einem früheren Comicbuchverkäufer, der ein 17-Zoll-Notebook reinschmuggeln wollte … in seinem …

    Keine Panik also … die Infiltrationsgeschichte ist eine Ente … Das Kammersystem ist so sicher wie die Rente!

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