Dating Paul

Dezember 24, 2008

Türchen24 – Missing Doors

von Paul


ABSTIEG UND SELBSTFINDUNG

 

Nach der Weihnachtsfeier kam ich 5 Tage später zu mir. Ich saß mitten in einem mir auf den ersten Blick sehr unbekannten Wald in einer Baumkrone und trug dabei ein Schneehasenkostüm. Als ich gewahr wurde, dass ich wach war hörte ich umgehend damit auf den Mond anzubrüllen. Ich hatte mich kurz davor noch dabei gehört, dass ich dem Mond vorgeworfen hatte, er hätte den letzten Käse verputzt und die Zahnpastatube wieder nicht zugemacht. Nach einer längeren Analyse der Situation ergaben sich folgende Fragen:

 

 

Der Abstieg vom Baum zeigte sich leichter als gedacht – viele trittfreundlichen Äste erleichterten den Weg nach unten. Der Wald nahm Konturen an und ich erkannte den Wald als kleinen Forst, der unweit meiner Behausung lag. Auf dem Waldboden angekommen hoppelte ich los Richtung heimsicher Wohnung. Mein Schneehasenkostüm war zerzaust und das linke Schlappohr hatte einen Riss.

 

SICH VERDICHTENDE WIRRNIS

 

Zuhause duschte ich erstmal. Mein Körper war geschunden, Hämatome und Schürfungen und an meiner linken Schulter war ein längerer Riss, der irgendwie genäht aussah. Nach einer langen Runde unter heißem Nass war mein Kopf wieder klar und die Sinne geschärft, doch was geschehen war – keine Ahnung. Meine Erinnerung endet unvermittelt und sehr klar um 23:59 Uhr im Gespräch … ja … wer war das. Es war jemand, den ich noch nie gesehen hatte. Er hatte ein bleiches, mephistophelisches Gesicht und ich meine, er hätte mir ein Handy hingehalten und gemeint ich solle mit ihm sprechen, er wäre grade bei mir zuhause in der Wohnung. Danach herrscht Finsternis. Ich beschloss mal im Büro anzurufen. Die freundliche Assistentin am Empfang begrüßte mich sehr nett am Telefon und fragte, warum ich denn schon so früh gegangen sei bei der Weihnachtsfeier und wie denn mein Urlaub sei und sie beglückwünschte mich über die Cleverness direkt nach der Weihnachtsfeier Urlaub zu nehmen und das sie das doch auch hätte getan haben sollen.

 

 ENDLICH: ES WIRD NOCH UNKLARER

 

Nach einigem unverfänglich gehaltenem Geplänkel und noch ein paar Gesprächen mit anderen Kollegen kam heraus, dass ich kurz nach diesem Anruf anscheinend tatsächlich gegangen war. Das nächste mal sah man mich, als ich Freitags, also 3 Tage nach der Weihnachtsfeier beim abteilungsübergreifenden Flaschendrehturnier auftauchte. Ulf, mein Kollege aus dem Qualitätsmanagement meinte, dass sich alle über mein Kommen gefreut hätten, da ich ja eigentlich Urlaub hätte. Weiter erfuhr ich, dass ich gleich beim ersten Drehen dran kam, Pflicht nahm und dazu verdonnert wurde, in einem Schneehasenkostüm einmal ums Gebäude zu gehen und bei der benachbarten Tankstelle 8 Päckchen Kochschinken zu kaufen. Ich sei aber nicht wieder gekommen.

 

FINALE

 

Heute Morgen war ein Brief in der Post in dem folgendes stand:

 

Lieber Paul,

gut, dass wir uns auf der Weihnachtsfeier trafen. Sicher haben Sie noch viele Fragen. Das verstehe ich. Sie können aber sicher sein, dass nichts passiert ist, worüber Sie sich sorgen machen müssen. Sie haben uns sehr geholfen und die Probleme – fragen  Sie nicht welche – sind behoben.  Versuchen Sie einfach, sich über das was Geschehen sein könnte, keine Gedanken zu machen. Alles ist wieder in bester Ordnung und das dank Ihnen. 

Bis nächstes Jahr und frohe Weihnachten!

M.

 

Was bleibt ist Verwirrung. Die Konstante ist die Unsicherheit.

 

 

Dezember 15, 2008

Türchen15 – The day before

von Paul

Ja  … ein großer Tag steht bevor, heute ist der Tag vor der Weihnachtsfeier. Spannung liegt in der Luft. In den sonst oft leeren Denkblasen über den Köpfen schwebt kollektiv ein Fragzeichen das zusammenfassend zu folgenden teils unausgesprochenen Fragen gehört:

Die Spannung wird morgen noch größer sein.

Uiuiuiui!

Türchen14 – Entspannung

von Paul

einfach mal abschalten

Arbeitsanweisung:

Türchen13 – Ein Tag vor dem dritten Advent

von Paul

Am 13. kam ich ja zu nichts. Deshalb diese Türchenverspätung. Obwohl Samstag war es ein harter Tag. Das morphische Feld klabusterte in eine irritierende Richtung, nämlich dahingehend, dass genau an diesem Tag die Welt der Internet-Singles kollektiv einer sehr unschönen Depression anheim fiel. Traurige User schrieben hunderte von traurigen Nachrichten und auch einige Mitarbeiter wurden angesteckt. Die Wochenendbelegschaft rief mich dehalb an um den Ernst der Lage zu kommunizieren und einen Notfallplan zu entwickeln. Nach kurzer Anlayse war klar, was helfen würde: Weihnachtsdeko auf die Startseite – Erfolg: Direk!Sofortige Entspannung der Lage und sofortige Weihnachtsstimmung.

Um auf Nummer sicher zu gehen, verschickten wir an alle, bei welchen wir noch nicht ganz sicher waren, ob die Depression abgeklungen ist, per Mail dieses Bild mit der Anweisung 4 Minuten drauf zu starren – das rekalibriert normalerweise das depressive Hirnsystem und führt zu einer angenehmen Leere.

Rekalibrierung

Einmal mehr Erfolg auf ganzer Linie!

Dezember 12, 2008

Türchen12 – besinnlicher Satz

von Paul

Der besinnliche Satz zum Tage – aus der Serie Worte zum Ausschneiden und lieb haben:

“Größe tötet den Zwerg.”

Dezember 11, 2008

Türchen11 – Prioritäten

von Paul

Dezember 10, 2008

Türchen10 – Meetinglanguage 2.0

von Paul

Als wir uns gestern im Marriot Kongresshotel commited haben um die agreedeten Tasks zu reviewen brachte unser CTO einen astreinen Finger-Pointer zum Bug im Matching .

“Is n No-Brainer!” fränkelte er leger aus der Hüfte, worauf alle nickten und er fortfuhr mit “… wenn wir net die Key-Function in nem pörmanent Optimizing-Loop ham, also net mal die Low-Hanging Fruits greifen, dann müssen wir die next steps net a mal brainstormen!”

Als es dann um die Communication-Strategy ging waren sich alle einig, dass es ein definitives Issue ist und bleibt, dass das Wording deutsch sein muss. Der Head of Business Development ergriff das Word und meinte nonchalante: “Egal welches Feature, you name it, die B-to-C-Communication muss in D|A|CH deutsch bleiben. Bei der letzten MaFo wure das von unseren Usern eindeutig als Need und Wish festgestellt.” Wieder wissendes Nicken in der Runde.

Dann passierte etwas Unvorhergesehenes im gemieteten Meetingraums des Kongresshotels …

Der referierende Online-Marketing Manager sprach grade wie folgt: “Wenn wir den Customer-Lifetime-Value higher leveln wollen, sollten wir urgent ne SWAT-Anlayse …”als es passierte und ein Kellner, der grade frisches Wasser brachte, sein Tablett fallen ließ und sich ganz schrecklich in einen Papierkorb übergab. Zuckend und sehr bleich im Gesicht blieb er liegen. Ich fragte einen seiner Kollegen, was denn mit ihm los sei. Der meinte mitleidig und verständnisvoll “er studiert Germanistik!”

Dann war erst mal Bio-Break für alle.

Dezember 9, 2008

Türchen9 – Zahlenspiele: Mystik und Nonsens

von Paul

Ich möchte mich schon im Vorfeld für diesen Beitrag entschuldigen – habe schlecht geschlafen und kann heute keinen klaren Gedanken fassen … egal über was ich nachdenke … es endet immer bei “Wurst” – weiß der Himmel warum … grober Unfug jedenfalls.

Schaltjahr ist immer alle 4 Jahre, alle 100 Jahre aber nicht, dafür alle 400 Jahre aber doch. Das nächste Schaltjahr, das wir nicht haben, ist im Jahre 2100, das letzte, das wir wegen der 400-Jahre-Regelungt hatten, war 2000. Gesegnet ist, wer beide kalendarischen Absonderlichkeiten mitbekommt … auch wenn es Wurst ist.

Heute sind es noch 22 Tage bis zum Jahresende. Die Quersumme von 22 ist 4. 4 ist die “Zahl der dreidimensionalen Welt”: 4 Himmelsrichtungen, 4 Jahreszeiten, 4 Grundelemente – 4 Wurstsorten: Streichwurst, Schnittwurst, Bratwurst und Dosenwurst.

Im Schaltjahr ist der 9. Dezember der 344. Tag des Jahres. Die Quersumme von 344 ist 11. Elf ist die Zahl von Ulf. Die Zahl des Ulfs steht für die Sünde, für die Unvollkommenheit und passt somit zu Ulf, wie Bohnenwurstsuppe zu einem üblen Geruch in der Luft.

In Babelusien wird am 9. Dezember traditionell geheiratet. Und wer nichts oder niemanden zum Heiraten hat, der hilft traditionell beim Wurstmachen. In die babelusische Wurst kommen nach alt hergebrachter Machart immer sieben Frettchen auf eine Rohrdommel und einen Wiedehopf. Das Ergebnis sieht sehr gut aus, riecht aber furchtbar und gilt, wenn man sie verschenkt, als ernsthafte Beleidigung.

Am 9. Dezember beginnt im Saarland offiziell das Werben der unverheirateten Herren um verheiratete Damen, was meistens in einer üblen Schlägerei endet, wobei meist mit Lyoner-Würsten und Maggiflaschen gekämpft wird. Das sieht lustig aus, riecht aber auch furchtbar. Über dieses Ereignis hat Giacomo Müller, der einzige Komponist des Saarlandes, eine Oper mit dem Titel “Wurst und Liebe” geschrieben, in welcher der Hauptdarsteller Franz Eder (De Eder Franz) eine Arie über arbeitendes Brustfleisch schmettert.

… puh … lassen wir das für heute … ich halte das selber nicht mehr aus …

Dezember 8, 2008

Türchen8 – Feststellungen, Erkenntnisse, Pläne und Prozesse

von Paul

Heute gibt es nur eine grob zusammengewürfelte Liste:

Ich hoffe übrigens, dass sie den zweiten Advent gestern gut überstanden haben. Aktuelle Single-Studien sagen, dass immerhin 9% der Singles alleine Weihnachtshausmusik betreiben, was so dermaßen traurig ist, dass ich mir darauf jetzt erstmal einen Nachmittagsschnaps gönne. Stellen Sie sich das Bild vom 43jährigen Horst, der, schlecht rasiert mit traurigen Augen und Tränensäcken,  in dem kleinen und nur leidlich aufgeräumten Wohn-Ess-Zimmer seiner 2Raumwohnung sitzt, an seinem struppigen Adventskranz 2 Kerzen brennen hat und am Fenster auf seiner verschlissenen Blockflöte etwas schief “Alle Jahre wieder” flötet. Da drückts einem doch die Tränen ins Knopfloch. Wolln Sie auch nen Schnaps?

Dezember 7, 2008

Türchen7 – Adventspaar

von Paul

Im  Echtzeitticker vom Love-Loft (von der DPA – der Deutschen Paarinfo Agentur) laufen ständig, permanent und rund um die Uhr die Meldungen ein, die uns täglich zu Hunderten von sich gefundenen Traumpaaren erreichen. Dort schlug grade folgende Meldung auf:

Die einzige weibliche Nikoläusin hat ihren Tannenzapfen gefunden (war die Überschrift). Geschickt bekamen wir einen Zeitungeartikel, ich meine aus der Märkischen Allgemeinen, bin aber nicht mehr so sicher. In dem Artikels tand, dass die Vollzeit-Nikoläusin, die zuvor als BFA (Bäckereifachangestellte) arbeitete, danach aber auf Nikoläusin umschulte. Die Weihnachtsfrau namens Rolf traf bei uns im Chat Ihren Traumprinzen, er heißt Käthe, und ist ulkigerweise für eine Hirschzucht Fleischausfahrer. Die beiden sind frisch verliebt undwaren bereits gemeinsam bei einem Tannbaumweitwurfwettbewerb und einem Glühweinkampftrinken.

Alles Gute Euch beiden!