Dezember 3, 2008
Türchen3 – Frust und Meditation
Vorwort
Was für ein widerlicher Wintertag. Schneematsch, feuchtkalte Nässe, Schnupfen, trübes Grau den ganzen Tag, Winterdepression. All das … heute nicht! Die Sonne strahlt, der Himmel ist blau. Das Serotonin bekommt keine Gelegenheit zum absinken. Winterdepression – Fehlanzeige! Und ich war so drauf eingestellt. Hab schon alles für nen Grog gekauft um mich richtig toll bei Siffwetter zu Hause vor einem Kaminvideo einzufrusteln. Und jetzt. Nichts! Das macht mich traurig und betroffen. Keiner kennt sich mehr aus in dieser verückten Welt …
Türchen3
… aber das wollte ich eigentlich gar nicht sagen … soll ja ein Adventskalendertürchenblogbeitrag sein hier, und der soll ja Freude bereiten. Oder sonst irgendwie die Gedanken in eine positivere Richtung bringen. Wobei mir simpler Spaß heute etwas wenig ist … ich möchte, dass Sie, geneigter Leser, sich heute einer Meditation widmen. Meditieren sie über folgendes Bild und denken Sie dabei an die Paarbeziehung im klassischen Sinne. Auf was Sie am Ende Ihrer Meditation kommen gehört ganz Ihnen. Bitteschön!
Irgendwie erinnert mich das Bild an eine Wurst …

Schaut irgendwie so aus, als hätte hier jemand sehr enthusiastisch angefangen, Gleise zu verlegen, nur um dann nach zwei Metern festzustellen, dass da Wald kommt. Also wäre das sowas wie “Blind vor Liebe (zu Gleisen)”…
Liebe zu Gleisen = Liebe zu Stahl = Chinesen? Lese ich da eine Asiaphilie heraus? … naja … wohl überinterpretiert …
Ich sehe in dem Bild nicht mehr und nicht weniger als eine Welt entstehen. Nein, vergehen. Auf alle Fälle Welt. Allegorie auf das Sein als per se vergängliches ist. Und: die Tonne Stahl ist eine gute Wertanlage – ich mein, eh man derzeit Staatsanleihen kauft.
Was die Fahrt bis zum Bank wohl kostet?