Juli 24, 2009
Kulinarische Tipps für das erste “Kochen für den neuen Schwarm”
Es ist soweit – sie haben sich ein paar mal mit Ihrer aktuellen Fokusperson getroffen, waren essen, waren im Kino, sind romatisch an Stränden flaniert, haben in den Sonnenuntergang geschaut, Steine über lauschig rauschende Bäche springen lassen, haben vielleicht zarte (oder intensivere … oder wie auch immer …) körperliche Nähe (hoffen wir mal) genossen und sind jetzt dabei, den nächsten Schritt zu wagen. Sie möchten kochen. Nehmen wir mal an, sie verwechseln nicht notorisch Messer und Pfanne und halten Fertigpizzaindenofenknallen nicht für kochen, gehen wir also grundsätzlich mal davon aus, dass das prinzipiell eine gute Idee ist. Ich, als bekennender Paul und leidenschaftlicher Koch unterstütze das vollkommen und habe deshalb zusammen mit unseren Dating-Labs und den Fachleuten aus dem Love-Loft ein paar Tipps zusammengestellt, die Sie beim ersten Kochen für die Herzensperson beachten sollten, sowohl bezüglich der Kulinaria, wie auch des ganzen Settings, also in Hinblick auf Tischdeko, Hintergrundmusik, undsoweiterundsofort – lassen Sie sich betippen … und viel Erfolg:
- Keine Austern beim ersten Kochen! Kommen Sie – unsubtiler geht es kaum. Schlimmer wird es nur noch, wenn Sie beim Servieren die ganze Zeit verschwörerisch mit den Augenbrauen wackeln.
- Servieren Sie weder Spargelröllchen mit Spargeln aus dem Glas noch Mettigel (beides rankt auf der kulinarischen Unsexykeitsskala ganz weit unten).

- Nein … bitte auch keinen Mettfuß (… Mettfuß … wer kommt den auf sowas … was ist denn mit Ihnen los?? … vielleicht sollten Sie sich das mit dem Kochen nochmal überlegen … igitt! )

- Bohnensuppe sollten Sie auch vermeiden. Denn jedes Böhnchen … Sie wissen schon. Ganz aus isses, wenn Sie diesen Tönchen-Spruch beim Servieren bringen.
- Gut: leichte, knackige Kost, die sich gut vorbereiten lässt und Sie nicht für Stunden in der Küche fest hält.
- Schlecht: Miese Hintergrundmusik. Klar, das ist eine Geschmacksfrage, deshalb ist Vorsicht geboten. Es könnte sein, dass die Erfolgschancen einer beziehungstechnischen Weiterentwicklung durch das Auflegen Ihrer Best-of-Gottlieb-Wendehals-Platte nicht gefördert werden. Vor allem wenn Sie dabei laut mitsingen und darauf bestehen eine Zweierpolonaise zu tanzen. Andererseits: Wenn das funktioniert, dann können Sie sicher sein, dass Sie einen ganz besonderen Menschen gefunden haben.
- Gut: Erdbeeren, Schokosoße und Sprühsahne in der Hinterhand zu haben – mein weiß ja nie, wie sich der Abend entwickelt.
- Schlecht: In jedem zweiten Satz erwähnen, dass Sie Erdbeeren, Schokosoße und Sprühsahne in der Hinterhand haben – und hören sie verdammtnochmal auf, die ganze Zeit verschwörerisch mit den Augenbrauen zu wackeln!
- Übermäßiger Alkoholkonsum schadet ebenfalls! Keinesfalls sollten Sie schon bei der Begrüßung Sätze sagen wie: “Heute schütten wir uns mal zentral die Leuchte voll, wat!?” oder “Gepflegtes Kampftrinken gefällig, ich hab vier Flaschen Gorbi im Eis?!”
- Keine Penisnudeln … egal was die anderen sagen …

- Nicht zu offensichtlich knickerig sein und nicht lauthals rauspossaunen, dass der Nachtischpudding beim Tengel um die Ecke zum halben Preis auslag, weil das Verfallsdatum abgelaufen und der Deckel beschädigt war.
Das wird was!
Juli 23, 2009
Einige Bulletpoints zu den Themen: Zeit, Status quo, Vision und Helgoland
- Manchmal ist Zeit noch viel relativer als sonst. Grade im Moment zum Beispiel.
- Politik in unpolitischen Bereichen verursacht unangenehmes Jucken untenrum.
- Dating-Paul ist nicht tot – er riecht nur komisch.
- Bei dem Geruch von geruchlosem Antitranspirant bekomme ich Kopfschmerzen und mir wird ernsthaft übel.
- Auf das Wort “sollen” reimt sich wunderbar “Stollen”, was weihnachtlich ist und dennoch an Grubenarbeit erinnert.
- Auf das Wort “Dating” reimt sich das Wort “Zweisamkeit” ü-ber-haupt-nicht!
- Die Zukunft ist für alle da – lasst uns einen Kreis bilden und alle was davon haben.
- “Na dann machen doch bitte SIE mal einen Vorschlag!!!!”
- Irgendwie muss ich, wenn ich Helgoland höre immer an Legoland denken.
- Immer wenn ich an Legoland denke manifestiert sich nahe meinem Zungenbein der Geschmack von versalzenen Pommes und Aprikosen.
- Konsequenz kann auch eine Schwäche sein.
- Wenn man Sturheit pürieren könnte und das ganze dann mit dünnen Scheiben Ignoranz zu einer Lasagne verarbeiten täte, dann würde ich das nicht essen wollen.
- Dass sich “morgen” auf “Sorgen” reimt soll ein Zufall sein?
- Einfach mal eine Meinung haben zur Abwechslung.