Januar 15, 2009
2009 – Thesen und Theorien
Na, wie geht es euch allen? Schon an 2009 gewöhnt? Dieses Jahr soll ja wieder mal alles noch schlechter werden. Glaube ich aber nicht, zumindest sicher nicht aus Online-Dating-Börsen-Sicht. Grade in kalten und perspektivgrauen Zeiten klaffender Krisen sucht Mensch wie Single ja Wärme und Geborgenheit im Zwischenmenschlichen. Und nach Jahren des Rückzugs aus Reallebenskommunikation und Gesprächsverlagerung in die Welt hinter dem Bildschirm wird des Glück in logischer Konsequenz im virtuellen Raum gesucht. Hieraus ergeben sich zwei zentrale (Verschwörungs)Theorien:
- Online-Partnerbörsen werden die Menschheit aus der Krise führen, weil durch menschliche Wärme im Paarglück ein positives Lebensgefühl ausgelöst wird, was Endorphine frei setzt, die wiederum zu einem Kaufrausch führen und so die Wirtschaft in ein neues und überpotentes Zeitalter führen. (wissenschaftlich belegt)
- Online-Partnerbörsen sind Schuld an der Krise, da ein geheimes international agierendes Konsorzium, welches sich Kämpfer der 4. Säule nennt, die Weltwirtschaft durch geschickte Maniulation in den Ruin führte, um eine depressive Stimmung zu erzeugen, die auslöst, dass sich die Menschen wieder nach privatem Glück im heimischen Raum sehnen und Online-Partnerbörsen die Tür einrennen. (auch wissenschaftlich belegt) – Ziel ist, wie immer, die Weltherrschaft und die Kontrolle der Fleischindustrie.
Nach meinen Informationen stimmt … moment … das Telefon …
“Hallo, hier Paul | mhm | WAS? Natürlich werde ich das veröffentlichen! Das ist meine journalistische Ehr’ und Pfl … | oha! | Verdoppeln Sie das! | Sie verdreifachen?! | und das jährlich? | und ich bekomme das in bar? | … gut … |… neinnein … ich danke Ihnen! | Wiederhören!”
Leider habe ich keine weiteren Informationen zu diesem Thema.
Wo kauft man denn am besten einen Lamborghini?
Dezember 9, 2008
Türchen9 – Zahlenspiele: Mystik und Nonsens
Ich möchte mich schon im Vorfeld für diesen Beitrag entschuldigen – habe schlecht geschlafen und kann heute keinen klaren Gedanken fassen … egal über was ich nachdenke … es endet immer bei “Wurst” – weiß der Himmel warum … grober Unfug jedenfalls.
Schaltjahr ist immer alle 4 Jahre, alle 100 Jahre aber nicht, dafür alle 400 Jahre aber doch. Das nächste Schaltjahr, das wir nicht haben, ist im Jahre 2100, das letzte, das wir wegen der 400-Jahre-Regelungt hatten, war 2000. Gesegnet ist, wer beide kalendarischen Absonderlichkeiten mitbekommt … auch wenn es Wurst ist.
Heute sind es noch 22 Tage bis zum Jahresende. Die Quersumme von 22 ist 4. 4 ist die “Zahl der dreidimensionalen Welt”: 4 Himmelsrichtungen, 4 Jahreszeiten, 4 Grundelemente – 4 Wurstsorten: Streichwurst, Schnittwurst, Bratwurst und Dosenwurst.
Im Schaltjahr ist der 9. Dezember der 344. Tag des Jahres. Die Quersumme von 344 ist 11. Elf ist die Zahl von Ulf. Die Zahl des Ulfs steht für die Sünde, für die Unvollkommenheit und passt somit zu Ulf, wie Bohnenwurstsuppe zu einem üblen Geruch in der Luft.
In Babelusien wird am 9. Dezember traditionell geheiratet. Und wer nichts oder niemanden zum Heiraten hat, der hilft traditionell beim Wurstmachen. In die babelusische Wurst kommen nach alt hergebrachter Machart immer sieben Frettchen auf eine Rohrdommel und einen Wiedehopf. Das Ergebnis sieht sehr gut aus, riecht aber furchtbar und gilt, wenn man sie verschenkt, als ernsthafte Beleidigung.
Am 9. Dezember beginnt im Saarland offiziell das Werben der unverheirateten Herren um verheiratete Damen, was meistens in einer üblen Schlägerei endet, wobei meist mit Lyoner-Würsten und Maggiflaschen gekämpft wird. Das sieht lustig aus, riecht aber auch furchtbar. Über dieses Ereignis hat Giacomo Müller, der einzige Komponist des Saarlandes, eine Oper mit dem Titel “Wurst und Liebe” geschrieben, in welcher der Hauptdarsteller Franz Eder (De Eder Franz) eine Arie über arbeitendes Brustfleisch schmettert.
… puh … lassen wir das für heute … ich halte das selber nicht mehr aus …
Dezember 8, 2008
Türchen8 – Feststellungen, Erkenntnisse, Pläne und Prozesse
Heute gibt es nur eine grob zusammengewürfelte Liste:
- Erkenntnis des Tages: Dem Namen Thorsten ist der Namen Horst immanent. Das ist SOOO toll!
- Das Marketing arbeitet auf höchster politischer Ebene daran, dass der zweite Weihnachtsfeiertag ein Valentinstag wird und leitet damit die konkrete Umsetzung eines schon vor längerem gefassten Plans ein.
- Es gibt das Vorhaben am 19.12. ein weihnachtliches abteilungsübergreifendes Flaschendrehturnier zu veranstalten.
- Heute morgen sagte der junge Mann, der immer die Semmeln in unserem Büro verkauft zu der jungen Frau, die immer die Semmeln im Stockwerk obendrüber verkauft: “Ich finde, deine Wurstsemmeln schauen ganz besonders lecker aus!” … und dann haben sich die beiden ganz verträumt angeschaut.
- In ner guten Woche ist Weihnachtsfeier … manche Kollegen bereiten sich bereits mit Wodkafrühschoppen und Leberliegestützen auf die Geschichte vor. Kegel von den Sysadmins hat sich ein Schulterhalfter für seinen Flachman gehäkelt (und es wird behauptet, er hätte auch ein Knöchelhalfter)
- Die Systemtheorie nahm eine einschneidende Begriffsverengung vor, indem sie Liebe neu als eine „gesellschaftliche Semantik“ bzw. als Code des Miteinander-Umgehens definierte. So formulierte Niklas Luhmann in Liebe als Passion (1982) romantische Liebe als ein Phänomen der Moderne, welches seine Grundlegung vor allem im Bürgertum des 18. Jahrhunderts erfährt.
Ich hoffe übrigens, dass sie den zweiten Advent gestern gut überstanden haben. Aktuelle Single-Studien sagen, dass immerhin 9% der Singles alleine Weihnachtshausmusik betreiben, was so dermaßen traurig ist, dass ich mir darauf jetzt erstmal einen Nachmittagsschnaps gönne. Stellen Sie sich das Bild vom 43jährigen Horst, der, schlecht rasiert mit traurigen Augen und Tränensäcken, in dem kleinen und nur leidlich aufgeräumten Wohn-Ess-Zimmer seiner 2Raumwohnung sitzt, an seinem struppigen Adventskranz 2 Kerzen brennen hat und am Fenster auf seiner verschlissenen Blockflöte etwas schief “Alle Jahre wieder” flötet. Da drückts einem doch die Tränen ins Knopfloch. Wolln Sie auch nen Schnaps?
Dezember 5, 2008
Türchen5 – Die Wurstigkeit der Dinge (Phänomenologie)
Etwas Tröstliches zum Tage aus der Welt der Wissenschaft!
Der introspektiv arbeitende Astralphänomenologe Paulo Rolph Horstinger hat eine bahnbrechende Entdeckung gemacht, als er nach einigen Absinth gestern Abend durch sein Teleskop sah, während im Hintergund Popstars im Fernsehen lief. Er stellte fest: Das Universum ist wurstförmig und hat die Form eines zu einer Möbiusschleife gedrehten Landjägers in Herzform. Horstinger, der neben seiner wissenschaftlichen Arbeit noch einen Job als Handmodell hat und eine Pekinesenzucht betreibt, kommt anhand von dieser bahnbrechenden Erkenntnis zu einigen weiteren Einleuchtungen, die er, wie es seiner strukturierten Art ganz entspricht, in 95 Thesen, die er an der an seiner Toilettentür mit den Worten “Hier stehe ich und kann nicht anders’!” festhämmerte, zusammenfasste – nachfolgend einige ausgewählte Thesen:
- Die treibenden Kräfte hinter den Dingen sind Liebe und Phosphate.
- Das gemeinsame Essen einer Knackwurst ohne Hände mündet in einem perfekten Moment aus Kuss und geteilter Wurst. Harmonie!
- Wurst bleibt ein Mythos!
-  Glück ist Wurst und Wurst in Glück.
- Wenn zwischen Mann und Frau Einigkeit in Wurstfragen herrscht, dann gibt’s kein Halten: Ab ins Mett!
- Liebe ist Rotwurst – nicht alles so verbissen sehen.
- Wurst ist ewig!
Ich weiß nicht, aber ich finde das alles unheimlich tröstlich und ich fühl’ mich jetzt mindestens ein Pfund weihnachtlicher. Lasst uns zusammenrücken und gemeinsam Presssack-Semmeln genießen.
Dezember 2, 2008
H.O.R.S.T, die Rückkehr und neue Aufgaben
Jetzt hat das ja doch noch mal zwei Wochen gedauert. Aber sicher ist sicher und muss sicher bleiben. Als Boris und ich zurück zur Zentrale kamen, konnten wir natürlich nicht gleich wieder zum Tagesgeschäft übergehen. Das ist nur verständlich. Nach so vielen Wochen im Feld und nach einem so intensiven Kontakt mit der Gegenseit musste sichergestellt werden, dass weder Boris noch ich umgedreht worden waren. Wir mussten in Agenten-Quarantäne und in einigen Verhören unter Wahrheitsserum unsere Wahrhaftigkeit beweisen.
Den Abschluss der 2 Wochen Zwischenzeit und der endgültige Abschlusstest war gestern Nachmittag ein Spät-Abend-Kaffekränzchen mit der Direktorin von H.O.R.S.T (Hollistisch-onthologischer Rat zur Sicherung des Tagesgeschäfts) in welcher wir das T.O.E.F-Siegel bekamen (T.O.E.F = Tapferkeitsmedaillenwürdiger und ordenreifer Einsatz eines Feldagenten) und offiziell wieder in Dienst traten.
Unsere erste Aufgabe: Das gemeinsame erstellen eines Adventskalenders.
November 19, 2008
Zurück
Ich bin wieder da. Es hat lange gedauert. Weit über 2 Monate. Viel länger als geplant. Viel länger. Aber das was passiert ist kann man auch nicht planen. Und man kann es auch nicht in aller Tiefe erzählen. Das wäre zuviel. Viel zu viel. Für mich und auch für Sie. Um ansatzweise in Struktur zu bringen, was passiert ist, seit mich die Suche nach Boris Ole und nach der verschwundenen Strategie nach Kanada geführt hat, werde ich eine Bulletpointerzählstruktur anwenden.
- es ging nach Kanada – dort führte die Spur hin. Boris und das 8. Bild in den Fängen skrupeloser Industriespione.
- Boris wurde im Keller eines Hochsitzes mitten in British Columbia ein Wahrheitsserum injiziert, damit er das Geheimnis des 8. Bildes verrät.
- Durch seine CTU-Ausbildung konnte sich Boris gegen das Serum wehren und statt dessen Pheromone produzieren, die mich auf seine Spur führten.
- Ich fand ihn, am Ende seiner Kräfte, unbeschreiblich, was er durchgemacht hatte – das Eindringen in den Keller: Ein Wahnsinn. Die Rettung von Boris: Ein Himmelfahrtskommando. Die Suche nach dem Original des 8. Bildes: Jetzt Prio1.
- Wir fingen uns einen Elch und ritten auf ihm in die nächste Stadt, nahmen von dort ein Kanu nach Wabashene und von dort die Bimmelbahn nach Toronto.
- Wir wussten: Das Bild war im Safe der Zentrale unseres großen Widersacherkonzerns. Wir brauchten: Zuerst mal HotDogs: Knoblauch-Honig-Wurst mit Sauerkraut und Chili-Ketchup. Sehr lecker. Verdammt: Man darf hier kein Bier auf der Straße trinken.
- Infiltration. Agentenschnickschnack mit allem PiPaPo. Blut. Schmerz. Rummachen mit einer Sekretärin (Boris!). Ein schneller, unvernünftiger Snack (sorry!). Das Bild ist wieder in unserem Besitz.
- Wir treten die Rückreise an. Werden aber von feindlichen Agenten gestellt. Es kommt zum Kampf.
- Einmal mehr überschlagen sich die Ereignisse. Es ist ganz furchtbar spannend. Boris weint. Er ist verletzt. Er ist über einen toten Biber gestolpert und hat sich dabei den Ellenbogen geschürft. Er gibt erst Ruhe, als ich seinen Ellenbogen küsse, Heile-Heile-Gänsje singe und ihm verspreche, dass gestorbene Biber in den Himmel kommen. MannoMann – Künstler …
- Endlich …
Juni 6, 2008
Tipps zum ersten Treffen – aufbereitete Gesprächsfragmente
Aktuelle Untersuchungen unter Onlinedatern, die nicht online bleiben, sondern sich tatsächlich zu dem Punkt vorwagen, an dem es zu einem Treffen in der echten Welt kommt, haben gezeigt, dass es mit dem Treffen alleine noch nicht getan ist. Über dieses spannende Thema sprach ich unlängst mit meinem Kollegen Ronald von Bödefeld, dem Leiter der Abteilung Real-Date-Forschung im Love-Loft, als ich ihn durch Zufall an der Würschtelbude beim Käsekraineressen traf.
Einfach treffen und dann da so ge- oder betroffen rumstehen ist “voll öde”, wie Ronald sagte. “Der Witz bei so einem Treffen ist es ins Gespäch zu kommen!” sagt er weiterhin.
Darauf ich: “Achwas?! Ist es da eigentlich wurscht was man sagt?”
Darauf er: “Aber überhaupt nicht! Ganz im Gegenteil! Grade der ersste Satz ist der wichtigste.” (in seinem Bart hatte sich Käsekrainerkäse festgesetzt)
Darauf ich: “Sag doch mal ein paar Sätze, die man auf keinen Fall als ersten Satz bei so einem Treffen sagen sollte.”
Und das tat er dann und die Sätze gebe ich nun an Sie, lieber Leser, gerne weiter:
- “Was wächst dir denn da aus dem Hals?”
- “Ich hätts beinahe nicht geschafft, ich hatte noch einen Termin bei meinem Psychiater.”
- “Kenn ich dich nicht von den Treffen der Selbsthilfegruppe der syphilitischen Tripperpatienten?”
- “Ey, isch kenn dich aus Porno!”
- “Tschuldigung wegen der Verspätung. Mutter hatte meine Klamotten nicht raus gelegt …”
- “Wer hat dich den geschminkt – das staubt doch beim Pudern!”
Der Käsekrainerkäse hatte sich aus dem Bart einen Weg auf sein Poloshirt gebahnt und er war dankbar über den diskreten Hinweis.
April 2, 2008
Noch mehr Diversifikation
Eine weitere einsame Zielgruppe wurde entdeckt. U-Bahn-Kontrolleure. Als neue Randgruppe, der ein randgruppenspezifisches Portal gebaut wird, sind U-Bahn-Kontrolleure fast schon beschlossene Sache. Meine gut unterrichteten Kontaktkreise sprechen davon, dass bereits Kooperationen mit der Münchner MVG, dem BVG in Berlin, der BOB, der Kleinblittersdorfer Bummelbahn und dem Transrapid unter Dach und Fach sind. Außerdem wird in den beiden in beachtlicher Auflage erscheinenden Spartenmagazinen “Die Fahrscheine bitte!” und “Der kleine Kontrolleur” ganzseitige Anzeigen geschaltet. Liebe Kontrolleure: Ihr wardt die längste Zeit alleine! Macht euch gefasst darauf zurück ins Leben zu treten.
März 25, 2008
Aufgetauchtes und Passiertes
Über Ostern war ich auf Wallfahrt zur St. Paul’s Cathedral. Mache ich jedes Jahr. Ich schnappe mir nen Kasten Paulaner, fahr damit nach London und trinke ihn vor der St. Paul’s Cathedral aus. Dazu gibt es lecker fettig Fish’n'Chips. Während ich also bei den netten Insulanern meinem Paul-Pilgertum nachkam, ereigneten sich hier folgende Geschichten.
- Ein Unbekannter hat bei der Geschäftsleitung verschiedene Anträge gestellt, darunter die folgenden: Auf dem Herrenklo soll ein Haargelspender intsalliert werden, ein Schuhputzautomat soll her, ein Dresscode soll eingeführt werden und die Gänge und Korridore sollen mit einem automatischen Beduftungssystem ausgestatet werden.
- Auf unserem ohnehin proppenvollen Fiileserver hat irgendein Frechling einen enorm platzfressenden Film aus der Sparte der expliziten Erwachsenenunterhaltung abgespeichert. Titel: Schluckgeile Shaolin-Schlampen auf analem Rachepfad. Bestechend durch rasante Kamerafahrten und eine bisher ungesehene Fusion aus Martial Art, Kamasutra und Proktologie.
- Das nächste abteilungsübergreifende Flaschendrehturnier wurde auf kommenden Donnerstag gelegt. Katinka aus der Buchhaltung macht Nudelsalat. Gedreht wird keine Flasche sondern eine leere Dose Haarglanzglitterspray.
- Nach dem traditionellen Gründonnerstagsumtrunk hat jemand ganz furchtbar ins Inspiratorium gekotzt. Als die Sauerei entdeckt wurde flimmerten grade die Outtakes von Schluckgeile Shaolin-Schlampen auf analem Rachepfad über den Beamer.
- Der Bund der Deutschen Aktivsitzer (BDA) hat eine Betriebsbegehung angekündigt.
März 9, 2008
Erfolgsgeschichte zum Weltfrauentag
Der 8. März ist ja schon ewig Weltfrauentag. Ein Welttag mit langer Tradition und Geschichte, ein Tag, dessen Wurzeln weit in die Vergangenheit reichen, und die nicht erst in der letzten Dekade schwer gedüngt gewachsen sind, so wie es etwa bei dem seit 1997 immer am 2. Februar begangenen Welttag der Feuchtgebiete ist. Im Gegensatz zum Welttag der Feuchtgebiete reicht die Geschichte des Weltfrauentages zurück in das 19. Jahrhundert und soll seinen Ursprung haben in einem spontanen Streik ausgebeuteter Näherinnen in New York, denen es am 8. März 1852 mächtig auf den Apfel ging, dass am Ende des langen Arbeitstages nichts verdient war als wunde Finger.
Im Geiste dieser Ursprungslegende trafen sich am 8. März des Jahres 2004 die Frauen des Antirassistischen Arbeitskreises der Fleischereifachverkäuferinnen des Münchener Glockenbachviertels zu einem offenen Diskussionsabend und sprachen über ein Thema, dass ihnen schon lange unter den Nägeln brannte: Ein Wurstverkaufskonsortium ohne männliche Kontrolle! Das Ergebnis war die Gründung der lesbischen Metzgereikette Vaginale Wurstwaren e.V., die seit dem Jahr 2005 erfolgreich in der noch immer männerdominierten Wurstszene aufräumt.
Schon 2006 kam es zum ersten großen Zusammenschluss in der Szene, als die Vaginale Wurstwaren e.V. mit dem nichtlesbischen Female Fleisch Kollektiv Süd-West fusionierte und seitdem als Lady Meat COOP für Aufsehen sorgt und immer wieder bei internationalen Wettverwurstungen fordere Platzierungen erreicht. Es folgten eine Reihe weiterer wegweisender Verbindungen, unter anderem eine Kooperation mit der schwulen Fahradladenkette GayPäckträger, der Gemeinschaft deutscher Leuchtturmwärterinnen (GDL) und des Vereins zur Abschaffung überholter Gender-Normen.
Seit Anfang 2007 gehören auch wir als Online-Dating-Börse in dieses Netzwerk und stehen in einem ständigen Austausch. Außerdem unterstützen wir die Lady Meat COOP bei der Organisation der Speeddatingweltmeisterschaften, die seit letztem Jahr immer genau 42 Tage nach dem Weltfrauentag stattfinden.
(Übrigens: Dieses Jahr werden die Speeddatingweltmeisterschaften am 30. April in Helsinki stattfinden. Singles aller Geschlechter sind herzlich eingeladen sich zu bewerben. Dating-Paul leitet Bewerbungen gerne an die richtige Stelle weiter. Fragen zu den Speeddatingweltmeisterschaften? Dating-Paul antwortet gerne!)