Dating Paul

August 24, 2009

Investigativ – Doping-Skandal bei den Speed-Dating-Weltmeisterschaften

von Paul

Unglaubliche Szenen haben sich bei den diesjährigen Flirt-Weltmeisterschaften im finnischen Hyvinkää abgespielt. 21 der 40 Teilnehmer im Speed-Dating wurden schon nach der ersten Ausscheidungsrunde eindeutig positiv auf verbotene Flirtstoffe getestet. Erstmals kam dabei das illegale Pheromondoping zum Einsatz. Die Speed-Dating-Wettbewerbe wurden daraufhin abgebrochen.

Dr. Herrmann Besenbruch aus den Dating Labs meinte dazu: “Wir haben schon im Vorfeld breit ausgerollte Tests verlangt. Das was in den vergangenen Monaten in der Speed-Dating-Szene passiert ist, kann mit natürlichen Flirttechniken nicht erklärt werden. Gerade die Jamaikaner, die bis vor 5 Jahren in der weltweiten Flirtszene noch kaum in Erscheinung getreten waren, hatten plötzlich unglaubliche Erfolge. Und das komplett ohne erkennbaren Grund.”

Das von dem jamaikanischen Top-Flirter und Star der interntionalen Pick-Up-Szene, Hussein Juan Bolto, im Interview gesagte klingt in Anbetracht der aktuellen Ergebnisse dubios – Bolto wörtlich: “You know, we guys from Jamaika we are just charming. Speedy-charming. har har har!”

Nachdem es schon im Vorfeld Spekulationen darüber gab, dass bei den diesjährigen  Weltmeisterschaften härtere Kontrollen durchgeführt werden, zog Bolto seine Meldung zurück. Angeblich wegen einer Hornhautverkrümmung, die ihn beim Eye-Contact-Flirten schwer behindern würde.

Die Ausstehenden Wettbewerbe: Marathon-Flirt, Staffel-Dating, Dunkel-Dating und Parallel-Chat-Flirting finden nach aktuellen Angaben noch statt – werden aber ebenfalls scharf kontrolliert.

August 4, 2009

Die 10 – Macht des positiven Denkens

von Paul

Wissenschaftliche Untersuchungen haben neue umfangreiche Erkenntnisse geliefert. Bei einer weit ausgerollten Feldstudie in der Lüneburger Heide ist es einem Team von slowakischen Schlafforschern, somalischen Soziologen und schwäbischen Schwarzwurzelzüchtern gelungen, die Erkenntnisse über das positive Denken zu revolutionieren. Von den Dating Labs war unser Fachmann für semitische Sozialwissenschaft, Beziehungskoeffizienten und Blind Date Design, Dr. Sascha Sven Solschenytzin, mit bei den Forschungen dabei. Fazit: Das positive Denken ist ein mächtiges Geschütz.Ernsthafte und ehrlich empfundene positive Einstellung zieht energetische Kreise, die man bislang nicht für möglich gehalten hätte.  Neben einer langen Reihe förderlicher Auswirkungen (gerade Haltung, Reduktion von Rückenschmerzen, Depressionsvermeidung, Knickspreizsenkfußkorrektur und deutlich reinere Haut) wirkt positives Denken und das Vertrauen darauf, dass sich alles schon irgendwie fügen wird, den aktuellen Untersuchungen zur Folge, eindeutig zu mehr Erfolg bei der Partnersuche. Der positiv denkende findet leichter einen Partner, lebt in stabileren Partnerschaften, flirtet besser, hat gesünderen Nachwuchs, ist beruflich erfolgreicher und backt den besseren Käsekuchen im Vergleich zum pessimistischen Negativling.Die Wissenschaftsbewertungsabteilung der Stiftung Wagenknecht hat dieser Untersuchung vollkommen zu Recht das Prädikat “tuffig und super” gegeben und ich möchte diese tollen Ergebnisse als Antrieb nehmen Ihnen, liebe Leser, ein paar Übungen an die Hand zu geben, um ein bisserl positive Lebenseinstellung zu üben und Ihnen nachhaltig mehr Erfolg in allen Lebensbereich und vor allem der Liebe zu bescheren:

  1. Loben Sie heute aktiv und ehrlich gemeint den Tag vor dem Abend!
  2. Sagen Sie, wenn Ihnen jemand kompletten Quark erzählt einfach: “Aha! Das ist aber interessant! Leider muss ich jetzt weg!” – und hüpfen Sie dann ihres Weges!
  3. Halb voll!
  4. Du bist, was du denkst. Oder: Du bist wie du dich dir vorstellst. Also los! Denken!
  5. Verhökern Sie heute mal das Fell des noch unerlegten Bären (… im Prinzip funktioniert genau so die Börse … ).
  6. Finden Sie Mettwurst einfach mal schön. Und sagen Sie das auch. Sagen Sie sofort den Satz: “Oh! Ist DAS eine schöne Mettwurst!”
  7. Freuen Sie sich über die kleinen Dinge.
  8. Schreiben Sie den Satz “Logisch wird das was” auf einen Papierflieger und werfen Sie diesen aus dem Fenster. Denken Sie über etwaigen Subtext nicht nach sondern gehen Sie sich beschwingt einen Kaffee holen.
  9. Lassen Sie sich T-Shirts mit den Sprüchen “is der Berg auch noch so steil – a bissel was geht alleweil!” und “is es Wedder noch so trieb – immer nuff die Gellerieb!” drucken.
  10. Tragen Sie lustige Motiv-Unterwäsche.

Lassen Sie jeden Tag zwei dieser Tipps in Ihren Alltag einfließen und genießen Sie die positive Veränderung. Ich gebe Ihnen ein “CHAKA!” mit in den Tag! Namaste!

Juli 24, 2009

Kulinarische Tipps für das erste “Kochen für den neuen Schwarm”

von Paul

Es ist soweit – sie haben sich ein paar mal mit Ihrer aktuellen Fokusperson getroffen, waren essen, waren im Kino, sind romatisch an Stränden flaniert, haben in den Sonnenuntergang geschaut, Steine über lauschig rauschende Bäche  springen lassen, haben vielleicht  zarte (oder intensivere … oder wie auch immer …) körperliche Nähe (hoffen wir mal) genossen und sind jetzt dabei, den nächsten Schritt zu wagen. Sie möchten kochen. Nehmen wir mal an, sie verwechseln nicht notorisch Messer und Pfanne und halten Fertigpizzaindenofenknallen nicht für kochen, gehen wir also grundsätzlich mal davon aus, dass das prinzipiell eine gute Idee ist. Ich, als bekennender Paul und leidenschaftlicher Koch unterstütze das vollkommen und habe deshalb zusammen mit unseren Dating-Labs und den Fachleuten aus dem Love-Loft ein paar Tipps zusammengestellt, die Sie beim ersten Kochen für die Herzensperson beachten sollten, sowohl bezüglich der Kulinaria, wie auch des ganzen Settings, also in Hinblick auf Tischdeko, Hintergrundmusik, undsoweiterundsofort – lassen Sie sich betippen … und viel Erfolg:

Mettigel

Mettfuß (igitt)

Penisnudeln

Das wird was!

April 2, 2008

Noch mehr Diversifikation

von Paul

Eine weitere einsame Zielgruppe wurde entdeckt. U-Bahn-Kontrolleure. Als neue Randgruppe, der ein randgruppenspezifisches Portal gebaut wird, sind U-Bahn-Kontrolleure fast schon beschlossene Sache. Meine gut unterrichteten Kontaktkreise sprechen davon, dass bereits Kooperationen mit der Münchner MVG, dem BVG in Berlin, der BOB, der Kleinblittersdorfer Bummelbahn und dem Transrapid unter Dach und Fach sind. Außerdem wird in den beiden in beachtlicher Auflage erscheinenden Spartenmagazinen “Die Fahrscheine bitte!” und “Der kleine Kontrolleur” ganzseitige Anzeigen geschaltet. Liebe Kontrolleure: Ihr wardt die längste Zeit alleine! Macht euch gefasst darauf zurück ins Leben zu treten.

März 31, 2008

Diversifikation – next steps …

von Paul

Das Thema “Diversifikation” beschäftigt nach wie vor die ganze Flirt-Branche. Die Dating-Labs und das Love-Loft arbeiten permanent an der Segmentierung von Markt und Kunden. Da wird geclustert bis die Schwarte kracht. Nach intensiver Forschung und einigen Flaschen Lambrusco (Warum darf dieses Zeug eigentlich noch verkauft werden?) haben nun die führenden Köpfe aus Marketing und Produktentwicklung beschlossenen, jetzt die echte Herausforderung zu suchen und sich um eine wirklich enge Nische zu kümmern, die bisher noch von keinem Konkurrenten angegangen wurde, aber vor Einsamkeit nur so strotzt und somit jede Menge Potential bietet. PFAHLSITZER!

Unsere Vordenker sind sich einig darin, dass Pfahlsitzen groß im kommen ist. Ende der 90er war Pfalsitzen en vogue, ging dann aber wieder unter, und wurde ohne mediale Beachtung nur von einer wirklich kleinen Subkultur weiter betrieben. Im Zuge der immer schneller rollenden notorischen Retrowelle ist es aber sicher, dass auch Pfahlsitzen wieder ein heißes Eisen wird – grade bei unserer immer ziselierter werdenden Zivilisation.

Darum demnächst und nur bei uns: Pfahlsitzerdating!

(Wir werden auch die nächsten Pfahlsitzweltmeisterschaft sponsern, bei welchen wieder um den Vlad Tepes Pokal um die Wette gepfahlsessen wird, von welchen allerdings noch nicht fest steht wo und wann sie stattfinden werden. Gut im Rennen liegen aktuell Venedig und Pforzheim.)

Februar 20, 2008

V-Day

von Paul

Puh … es geht wieder. Aber die Erholungszeit hat dieses Jahr länger gedauert. Liegt das an meinem fortschreitenden Alter oder daran, dass die Belastung selbst an diesem Tag immer seltsamer wird? Dieser Tag … Doomsday, ein 24 Stunden-Tag voller bizarrer Ereignisse, der 14. Februar … Valentinstag. In kurzen Abrissen gibt es nachfolgend einige Momentaufnahmen.

CFU – 14.02.200804:21 Uhr

Eine Sirene schrillt. Eine gelbe Deckensignalleuchte blinkt. Eine laute Stimme kommt durch die Lautsprecher und unterbricht die Sirene.

“Alle Mann auf die Plätze – es geht dieses Jahr früher los. Unser System wird infiltriert von einer feindlichen Einheit falscher Russinnen. Die Parameter zur Erkennung habt ihr auf euren Screens. Außerdem erwarten wir einen Angriff der South-African-Fake-Division und ab dem frühen Vormittag dürften sich noch einige Einzeltäter des SMS-Phishing-Squads dazu gesellen. Wir gehen vor nach Einsatzplan Valentine-Delta vor. Aktuell bleiben wir bei Warnstatus gelb.”

Jakob Bauherr, der CFU-Einsatzleiter lässt den Knopf der Sprechanlage los und fährt sich mit der Hand über sein müdes Gesicht. Eine Rasur täte gut. Er nahm einen Schluck Kaffee aus der grünen Tasse mit dem Aufdruck “Elf-keine Zahl sondern Rasse” und verzog das Gesicht. Kalt. Da wird die Tür aufgerissen. Claudette steht in der Tür, Panik in den Augen und sagt: “Das musst du dir ansehen!”

SysAdmins – 14.02.200807:41 Uhr

Es ist furchtbar hektisch im Serverraum2. Der Bildschirm mit der Systemperformanz-Anzeige zeigt eine sich dramatisch nach unten orientierende Kurve.

Bolle sagt: “Wir haben noch Platz für 2000 User … wenn sich bei der aktuellen Situation nur noch 2000 neue Leute einloggen, dann raucht der Laden ab!”

Torben, trägt sein T-Shirt mit dem Koala-Bären, antwortet: “ABER WARUM? Wir haben 5 ultraperformante Superserver nachgerüstet. Wir müssten noch genug Power haben für noch locker 20 000 Parallelnutzer! LOCKER!”

Bolle: “Nein! Haben wir aber nicht!”

Sören betritt mit einem triumphierenden Lächeln den Serverraum2. Er ist eingerust und hat Bluspritzer im Gesicht – er verkündet: “Problem behoben! Im Serverraum1 hatte sich eine Opossumfamilie eingerichtet und in zwei Servertürmen die Kabel zerbissen.”

Torben, seine Tierschützeraugen spiegeln den Schrecken einer grausamen Vermutung: “Was hast du gemacht?”

Sören lächelt grausam: “Opossozid!”

Kundenservice – 14.02.200810:15 Uhr

Ein Kunde erliegt besonders dem Zauber des Tages und hat sich 41 Profile angelegt mit den Pseudonymen Your_Valentino7 bis Your_Valentino48 und verschickt im großen Stil folgendes “Gedicht”:

Ich wil dir Blumen flücken
für dich bügg ich nmeeinen Rücken
ich scheenke dir den Straus udn auch noch Pralinen
und hoff dein Herz so dann zu klriegen

Für dich mach ich alles und geh auch nach CChina
Kom,m zu mir sei meine Valentina!

Dazu stellt er alle 10 Minuten neue Bilder ein … auf den meisten hat er eine rote Rose im Mund.

Telefonsupport – 14.02.200812:38 Uhr

Ein erboster Kunde will den Geschäftsführer sprechen, weil er es UN-MÖHH-GLICH findet, dass ausgerechnet bei uns überall auf dieses kulturimperialistische und amerikanische Plastikfest verwiesen wird. UN-MÖHH-GLICH findet er, dass hier in diesem Portal nur der Kommerz, der Mammon, der miese Zaster zu zählen scheint und dabei auch nicht davor zurück geschreckt wird dieses reine Konsumgeierfest Valentinstag, das nur erfunden wurde um unnötigen Kitsch verhökerbar zu machen, beworben wird. Wenn die Werbung dafür nicht sofort eingestellt wird, dann wird er uns vernichten, weil er jemand bei einer Zeitung kennt.

Kantine – 14.02.200813:38 Uhr

Der Nachtisch besteht heute aus herzförmigem roten Wackelpeter.

Marketing – 14.02.200815:12 Uhr

Die Tür vom Büro ist geschlossen. Es findet ein Brainstorming statt.

DatingLabs – 14.02.200816:37 Uhr

Die Projektgruppe SecretV arbeitet an einem Valentinstagsdevice, dem ValEn(g)in01. Die Idee: Ein Herzförmiges USB-Gerät das folgendes kann:

Der Prototyp soll in Kürze fertig sein.

14.02.200817:00 Uhr – Die Ereignisse überschlagen sich

Die CFU ruft Status Rot aus, da es ein Sondereinsatzkommando von bulgarischen Blumenverkäufern geschafft hat, sich erfolgreich als kenianische Goldhändler ins System zu schmuggeln und nun versucht betuchten Singles über 60 Schürfrechte an einer inexistenten Goldbonanza in Ghana unterzujubeln. Der Typ, der Terror wegen der Valentinswerbung auf der Seite machte hat eine Demo vor dem Firmensitz organisiert. Insgesamt stehen dort 4 halb erfrorene Gestalten die mit eiskalten Fingern Transparente mit den Slogans “NEIN!” und “GEMEINSAM STARK GEGEN VALENTINSTAG!” hoch halten. Die Geschäftsführung lässt den Protestierern heißen Tee bringen, welchen diese dankbar annehmen. Plötzlich fallen die Server aus. Down. Das ganze System. Es stellt sich heraus, dass sich zwei Überlebende der Opossumfamilie fürchterlich gerächt haben. Im Marketingzimmer endet das Brainstorming.

Februar 4, 2008

Der Smellalizer: Die aktuelle Duftnote der Online-Partnesuche

von Paul

Pheromone! Jawoll! Nein … eher JAWOLLL! Schön laute Großschrift mit drei L! Das Pheromon, erstmals nachgewiesen übrigens in den ausgehenden 50ern beim Bombyx mori, dem gemeinen Seidenspinner, ist unsichtbar. Ja! Und trotzdem ist es von ganz zentraler Bedeutung bei dem komplexen Prozess der Partnerwahl. Jeder Mensch sendet sie aus, ob er will oder nicht. Treffen sich zwei Menschen das erste Mal, so laufen unterbewusst direkt olfaktorische Einsortierungsprozesse ab, die den gegenüber sofort in eine der beiden relevanten Schubladen stecken: Kann-ich-riechen und Kann-ich-nicht-riechen. Stimmen die Pheromone, die Duftstoffe, des Gegenübers, lassen sie sich also geschmeidig über die eigenen Pheromonrezeptoren stülpen, dann hat der- oder diejenige schon mal gute Karten. Wenn nicht, dann nicht.

Wie schaut das aber nun online aus, wenn es nur virtuell vermittelte Gegenüber gibt und die Nase, so sehr sie sich auch anstrengen mag, kein stülpbares Geruchsprofil bekommt? Es fehlt was. Und es fehlt nicht irgendwas … es fehlt eine ganz entscheidende Grundlage. Das kann dann bei einem ersten realen Treffen ganz schön nach hinten los gehen. Nachdem man sich über Stunden, Tage, Wochen oder Monate brillant im Chat oder bei gelegentlichen Telefonaten verstanden hat, von mir aus auch fleißig Bilder austauschte, trifft sich das vermeintlich zukünftige Paar das erste Mal dreidimensional in der echten Welt und die jeweiligen Pheromonrezeptoren stellen eine definitive Inkongruenz der Duftmarken fest. Analysieren knallhart und erbarmungslos, dass es hier nichts zu Stülpen gibt. Es ist, als wolle ein Dodekaeder auf ein Rhombentrikontaeder passen. Unmöglich! Beide schieben den Anderen in die Kann-ich-nicht-riechen-Schublade, man verabschiedet sich bald gekrampft und übrig bleibt ein wirres Gefühlsgemisch aus Irritation, Frust und latenter Zukunftsangst. Blöd ist das.

So muss es aber nicht mehr kommen. In den Dating Labs wurde vor kurzem ein unglaubliches Gerät entwickelt: Der Smellalizer.

Die Idee dazu kam Kora im Inspiratorium, und die Idee ist eigentlich ganz simpel: Man gibt einfach die Möglichkeit, ein Cyber-Duftprofil zu erstellen. Und das geht ganz einfach und diskret über den Smellalizer. Der Smellalizer ist ein USB-Plug-and-Play-Gerät, das man einfach in den USB-Port seines Computers steckt, und über welches man sein Duftprofil speichern kann.

Der Smellalizer

Hat man das getan, dann kann man über die die Einrichtung seines Online-Dating-Profils ganz einfach ein Duftprofil aufnehmen. Die Suchfunktionen ermöglichen es nun, nach passenden olfaktorischen Profilen zu suchen. Dieser Matching-Algorithmus ist das Ergebnis von jahrelanger Forschung in den Dating Labs und beinhaltet einige Patente auf den Gebieten der Androstenonrezeption, der Schweißdrüsenaktivität und der Nasennebenspeläologie. Der Smellalizer ist ein geschütztes Produkt und darf ausschließlich von unserer Firma vertrieben werden. Fallen Sie nicht auf chinesische Fälschungen rein!

Der Erfolg spricht für sich. Smelldating ist die Form der Partnersuche der Zukunft. Machen Sie mit, es lohnt sich. Smell you later!

Februar 2, 2008

The Dating Labs are proud to present: Das Inspiratorium

von Paul

Vorgeschichte

Kreative Entwicklungsleistungen am Rande der imaginativen Leistungsfähigkeit werden bei einer state of art Online-Datingbörse wie die für die ich hier arbeite einfach als Standard voraus gesetzt. Doch auch unter den begabtesten Produkt Entwicklern, den kühnsten Marketingköpfen oder den visionärsten Softwarearchitekten kommt es mal zu einer Ideenflaute. Brainstorms blasen keinen Wind mehr in die Segel des beachtlichen Schoners, der sich in den rauen Gewässern im täglichen Kampf von den anderen zuhauf rumschippernden Kähnen abheben muss. Wie der Künstler vor der weißen Leinwand sitzen auch unsere Kreativen ab und an vor der Komplexität der immensen Applikation und denken: „Was nun?“

Das ist nicht weiter schlimm und immer nur ein Phase. Damit diese Phasen aber nicht zu lange und zu häufig auftreten, bekam eine abteilungsübergreifende TaskForce zusammen mit den Dating Labs den Auftrag ein Instrument zu schaffen, um fortan Inspirationslücken schneller und effektiver überwinden zu können. Und diese TaskForce hat phänomenale Arbeit geleistet. Das Ergebnis: Das Inspiratorium.

Theorie

Das Inspiratorium ist ein Raum. Dieser Raum dient dem Zweck der Stimulation und der Reizüberflutung. Grundlegend für das Ganze ist die Idee, dass das Gehirn, wenn man es mit einer Fülle inkompatibler Reize konfrontiert, beginnt in besonders starkem Maße Synapsen zu knüpfen um auf der Welle neuer Information fesch surfen zu können. Die Basis der Reizüberflutungssyapsenknüpfungstheorie wurde von dem bekannten schizophrenen guatemaltekischen Chilizüchter gelegt, der 1974 zusammen mit Timothy Leary das berühmte Meskalin-Wettessen von Detroit veranstaltet hatte.

Der Reizüberflutung im Inspiratorium kann man sich individuell induziert oder automatisch randomisiert aussetzen – doch erst ein paar Worte zu dem Raum an sich und was sich darin befindet. Das Inspiratorium hat ungefähr 20 schallgeschützte Quadratmeter mit ca. 4 Meter hohen Wänden und er ist weiß gestrichen. In der Mitte steht ein weißer Schreibtisch mit einem weißen Ledersessel. Drei der Wände, unter anderem die, in welcher sich die Tür befindet, sind überdimensionale Whiteboards, die man komplett, dank einer ebenfalls vorhandenen weißen Leiter, vollschreiben kann. Auch die Decke besteht aus diesem Whiteboardmaterial und kann beschriftet werden. In der Mitte der Decke ist ein Sockel eingelassen, aus welchem drei Beamer wachsen, einer pro Wand. Außerdem ist in diesen Sockel die Lichtanlage integriert. Die vierte Wand ist ein vollgestopftes Bücherregal. Der Inhalt ändert sich ständig, da immer wieder neue Bücher reinwandern oder dazu bestellt werden. Außerdem wird die Wand als Leih- und Tauschbücherei benutzt. In der Mitte der Bücherwand befindet sich eine kleine aber sehr gut bestückte Bar.

Aus einer der Whiteboardwände kann sich der Inspirationssuchende eine Liege ziehen. Ich selber arbeite auch wann immer es geht im Liegen. Diese ewige Sitzerei ist ja Gift für den Rücken. Auf dem Tisch befinden sich zwei große weiße Monitore und eine weiße Tastatur nebst Maus. Über den angehängten Rechner lassen sie die Beamer und das Licht im Raum steuern. Auf dem Rechner ist neben einem wirklich umwerfenden Musik- und Hörbucharchiv auch eine erstaunliche Filmdatenbank.

Praxis

Begibt man sich nun auf Insprationssuche und entscheidet sich für die Methode einer selbst zusammengestellten Form der wohl induzierten Reizüberflutung kann das in einer Version für Fortgeschrittene zum Beispiel so aussehen: Man dimmt den Raum in blaues Licht, lässt auf jedem Beamer einen anderen David Lynch Film ohne Ton laufen und prügelt dazu brutalen Hardcore-Lärm oder Bach-Kantaten durch die Boxen. Dazu liegt man auf dem Rücken, macht Atemübungen, und schaut was passiert.

Unser CEO lässt sich immer, wenn er das Inspiratorium benutzt, ein Spinning-Bike in den Raum stellen, löscht das Licht komplett bis auf einen dünnen Spot auf sein Gesicht, dann radelt er los und hört dabei drei Red Hot Chili Peppers-Alben gleichzeitig.

Kora vom Produktmanagement hatte, als ihr nichts zum Thema Diversifikation einfiel folgendes gemacht: Sie hat sich von ihrem Lieblingsinder ihr Lieblingscurry bestellt, das dann auf eine Wärmplatte auf dem Tisch gestellt, damit der Raum auch olfaktorisch inspiriert. Dann hat sie die Lichtanlage auf Flutlicht gestellt und tonlos über die Beamer Bollywoodfilme laufen lassen. Dazu ließ sie sich blutrünstige Vampirhörbücher vorlesen. Das Ergebnis war die Idee zu einem neuen und wirklich weltbewegenden Produkt: dem Smellalizer.

Die Randomfunktionen des Inspiratoriums sind umfangreich. Die zwei Basisfunktionen sind:

  1. 1+1
  2. Gib mir alles

Bei 1+1 wählt man eine Funktion aus und eine zweite wird zufällig dazu geschaltet. Bei Gib mir alles, kann man einstellen wie viele unterschiedliche Stimulationen (von 1 bis 10) gleichzeitig laufen sollen. Eine Reizüberflutung ab der Stufe 6 kann nur aktiviert werden, wenn schon 5 Inspiratoriumsbesuche unfallfrei und ohne Spätschäden absolviert wurde.

Man kann sich auch einfach Harfenmusik, Paukenschläge oder Wolle Petri auflegen, im Netz rum schauen und klauen.

Januar 26, 2008

Inside the Dating Labs – Willkommen in der Forschungsabteilung

von Paul

Meine Sicherheitsstufe: umbra natur

Der Weg zu den Dating Labs ist nicht ganz einer Geraden folgend. Die streng geheime Forschungsabteilung befindet sich im 8. Untergeschoss und erstreckt sich 4 Etagen tief nach unten. Unter den Dating Labs befindet sich dann die riesige Serverfarm, von der nur die Top-Manager des Unternehmens mit Sicherheitsklasse H, wissen, was dort alles steht und bis zu welchem Untergeschoss das noch mal runter geht. Es wird gemunkelt, das “H” der Sicherheitsklasse, stünde für “Horst” – doch das weiß ich nicht mit Bestimmtheit. Könnte schon sein, da der Zwergpinscher unseres Chefsysadmins Horst heißt … könnte aber auch sein, dass es für “Ha! Ich hab’ die höchste Sicherheitsstufe! Ätsch!!” steht oder einfach fantasielos für “hoch” oder “high”. Könnte übrigens nicht sein, dass es Sicherheitsstufen von A bis H gibt und H einfach nach G kommt, denn die Reihenfolge unserer Sicherheitsstufen ist: 0, 01, 03, AB, grün, ocker, umbra natur, X1 und dann H. Weiß der Himmel, wer sich diesen Käse ausgedacht hat. Nur umbra natur, X1 und H haben den Schlüssel zum Aufzug.

Vom Aufzugsschlüssel zu Angelika

Um zu den Laboratorien in den Katakomben zu kommen benötigt man zuerst mal den speziellen Schlüssel für den Aufzug. Dreht man diesen Schlüssel, öffnet sich ein Nummern-Touch-Pad, auf welchem man einen 11stelligen Zahlencode eingeben muss, erst dann wird der Aufzug zum Abzug und fährt nach unten. Steigt man im Minus8. Stock aus, ist man noch lange nicht drin, sondern wird von einer beeindruckenden Stahltür empfangen. Dort benötigt man zunächst eine Magnetkarte und muss seinen Fingerabdruck scannen lassen.

Das öffnet den Weg in die erste Zwischenschleuse, in welcher dann ein Retinacheck, eine Haaranalyse und ein spezielles, individualisiertes 20 Question-Spiel anstehen. Danach kommt man in die zweite Schleuse. Dort steht ein bequemer Sessel, in dem man erst mal Platz nehmen kann. Dann wird die Raumtemperatur erhöht, bis eine leichte Transpiranz einsetzt. Hochsensible Sensoren führen dann eine Körperausdünstungsprüfung durch und öffnen bei erfolgreicher Prüfung die Tür zur Dating-Lab-Rezeption. Dort trägt man sich handschriftlich in eine Liste ein und muss die Worte “ars amandi” auf ein hypersensitives Computer-Tablet schreiben, welches dann eine Schrift- und eine Schreibdruckanalyse vornimmt. Nun kommt der letzte Teil. Man muss sich dem Test der hübschen Dating Lab Empfangsdame Angelika unterziehen und sie 30 Sekunden leidenschaftlich küssen. Nach bestandenem Kusstes öffnet sie die Tür zu den Laboratorien. Willkommen!

An was hier gerade gearbeitet wird, das erzähle ich euch das nächste Mal!