Dating Paul

Dezember 4, 2008

Türchen4 – Bemütztes

von Paul

Boris Ole Ring hat sich bereit erklärt, extra für diesen Adventskalender eine Zeichnung anzufertigen, die das saisonale Thema aufgreift und mit viel Subtext in die Singlethematik transportiert. Dabei lässt er Platz für einen weiten Interpretationsspielraum und ermutigt mit flottem Strich, dass sich der Betrachter seinen Teil dabei denkt.

B. O. Ring - Mützen zum Advent

Kaum veröffentlicht meldet sich auch schon die Fachpresse zu Wort:

“Sehr besinnlich! … und so wahr!” (Nikolaus Schlitten, Pressereferent der deutsche Sack-Lobby)

“Wie die Einsamkeit des Singlelebens – vor allem des Lebens der männlichen Singles – hier dezent bemützt wird, ist einmal mehr ein Genuss. Thematisiert wird die häufig schlechte Ernährung, die Einsamkeit an sich und die Verortungsproblematik im Kosmos.” (Sören Kennerknecht, Wunst-Magazin)

“Die feministische Sicht, kommt wie bei diesem Ring üblich, nicht nur nicht zu kurz, sie kommt nicht mal vor. Erbärmlich!” (Maria Magdalena Cross, Emma, Leiterin des Ressorts für Weihnachtsangelegenheiten)

Juni 23, 2008

B.O. Ring – Werk 7 – Kunst und Kritik

von Paul

Dieses Werk entstammt der kritischen Phase von Boris Ole. Er verarbeitet darin den Klimawandel, das Erwerbstätigkeitsdogma und in subtiler Weise das Erlahmen der Revolution. Er erhebt den Zeigefinger gegen die Langeweile und den Müßiggang und brangert das folgenlose Sichfügen in den situativen Kontext als Flaute in der menschlichen Entwicklung an.

Das schreibt die Fachpresse zu diesem expressiven, dennoch sehr zarten Werk:

“Mir ist warm und ich bin müde” (Ottmar Hitzfeld, Sprecher des Bundes der Sommersaunisten und Klimaexperte)

“Dass selbst die Sonne sich fügt in die Hitze und nicht sieht, dass sie die Ursache ist, ist eine Allegorie auf das menschliche Dilemma an sich. Die doppelte Sonne gepaart mit der lyrischen Ausdrucksstärke und der mytholgischen Verankerung zeigen hier einmal mehr wo der Bartel den Most holt.” (Sören Kennerknecht, Wunst-Magazin)

“Diese unbedarfte Darstellung vom Sparifankerl zeigt einmal mehr die Gottlosigkeit dieses “Künstlers”. Die globale Erwärmung ist ein Zeichen dafür, dass die Mächte des Bösen die Erde im Griff haben und die Hölle aufsteigt. Und Schmutzfinken wie dieser Ring sind daran schuld.” (Pastor Johann Emanuel Bastong, Organist der Organisation “Katholischer Weitblick”)

B. O. Ring - Werk 7 - Kunst und Kritik

Mai 8, 2008

B. O. Ring – Werk 6 – Anger

von Paul

Dieses tief emotionale Werk entstand in einer Zeit der psychischen Schräglage bei Boris, die tatsächlich dazu führte, dass er in eine Zeit der Sucht abrutschte. Die Sucht bestand in einem abnormen Konsum französischer Rohmilchprodukte, Romadur und Kiri. Boris schaffte es, sich selbst aus dem Sumpf der Käseszene zu befreien, in dem er zunächst das Saufen begann und dann den Weg zu Kokain fand, was ihn dann schlussendlich wieder in die Gesellschaft integrierte. Diese Achterbahnfahrt verarbeitete Boris in seinem autobigraphischen Malbuchroman “MoonChees et la Manie de mimolette”.

Das sagt die Fachpresse:

“Gesund!” (Wotan Maria Hass, Anger-Management Coach)

“Dieses Werk macht mich ängstlich, betroffen, wühlt mich auf, macht mich aber auch etwas durstig. Man sieht das abtriften des noch jungen Mannes in die spätere Käsesucht. ” (Sören Kennerknecht, Wunst-Magazin)

“Wut ist doch pillepalle … außerdem gibt es gar keine schreienden Trauben. Ist doch voll unrealistisch!” (Marc Bastong, Bund deutscher Botrytis-Befürworter)

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April 21, 2008

B. O. Ring – Werk 5 – Flow

von Paul

Ich bin sehr glücklich, der Welt heute ein neues Werk von Boris zeigen zu können. Ein Werk, in dem er mich erwähnt, und das er mir später geschenkt hat. Danke Boris. Entstanden ist das Werk nach einer Abschiedsfeier in einem der letzten Jahrhundertsommer. Die Dechiffrierung der einzelnen Bildelemente ist nach wie vor nicht zum Abschluss gebracht. Ich erinnere mich noch daran, dass an dem Tag in einem Meeting folgender Satz als einzige Mitschrift auf meinem Mitschriftsblock zu lesen war: “Runterskizziert ist das neue aufoktruiert!” – das hilft beim Dechiffrieren aber kein Stück.

Das sagt die Fachpresse:

“Die Epiphanie der Hopfenkaltschale.” (August Tinner, Bier und Kunst)

“Meiner Meinung nach liegt der Schlüssel zur Deutung in der Schippe des Maulwurfs. Oder noch etwas darunter.” (Sören Kennerknecht, Wunst-Magazin)

“Das stinkt genauso wie der andre Schmarrn von diesem … wie hoast der?” (Sebastian “Sepp”Bastong, Bund der deutschen Überfischungsphobiker)

B. O. Ring - Werk 4 - Flow

März 12, 2008

B. O. Ring – Werk 4 – Diversifikation

von Paul

Entstanden ist dieses Werk zu einem Zeitpunkt, als im Unternehmen mal wieder heftig über das Thema Diversifikation diskutiert wurde. Dieses Thema ist ein Wellenthema, welches im thematischen Tidenhub immer mal wieder nach oben brandet. Wenn die Diversifikation dann durch die Agenda settet, dann stormts im Brain, Minds werden gemappt und Visionen fusionieren mit Missionen.

Da auch andere Branchen die Zyklizität der Diversifikation kennen, wurde dieses Werk von Boris zu einem besonders exorbitanten Preis verkauft. Die Kunstkritik schreibt folgendes:

“Eine quasi-pleonastische Auseinandersetzung mit der Suche nach der unentdeckten Lücke. Die heitere Oberfläche lässt Grabenkämpfe durchscheinen. Einmal mehr ein Werk mit Tiefgang.” (Ingolf Lück, Zwischenraumforscher)

“Das Diverse ist in der aktuellen Strömung des abendländischen Profidilettantismus der Farbkleks der gefehlt hat.” (Sören Kennerknecht, Wunst-Magazin)

“Des Interessante am Loch im Käs’ ist ja net das Loch, sondern der Käs’ drumrum.” (Roger Bastong, Bund deutscher Käsereifachbetriebe)

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Februar 26, 2008

B. O. Ring – Werk 3

von Paul

“Der Hase sitzt wie so oft hinter den Spiegeln, doch das muss der Betrachter begreifen und er muss in der Lage sein, dies zu kontextualisieren. Zutiefst feministisch.” (Alice Schwarzer, Lyrikerin)

“Mystische Katharsis. Aufgezeigt werden Ansätze und Auswege. Die Globalisierungskritik in zarter Andeutung. Die Wildheit des Frühwerks.” (Sören Kennerknecht, Wunst-Magazin)

“Frisch geschossener Hase am liebsten in einer Senfsoße.” (Siegfried Bastong, Bund deutscher Jäger)

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Februar 13, 2008

B. O. Ring – Werk 2

von Paul

Stimmen zu den Werken von Boris Ring und seiner Kunst:

“In den Werken von B. O. Ring kann man versinken. Ring ist ein Treibsandkünstler der nicht mehr loslässt, ist man erstmal in den Sog geraten.” (Alwin Kaluppke, bArt-Magazin)

“Ring entlockt dem Kuli das, was der bekannte Tubaspieler Horacio Orn seiner Piccoloflöte entlockt. Wirr und abseitig, aber von ganz eigenem Charme.” (Sören Kennerknecht, Wunst-Magazin)

“Käse!” (Klaus Bastong, Verband der deutschen Milchwirtschaft)

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Februar 8, 2008

MeetArt oder die Geschichte von Boris’ Erfolg

von Paul

Boris war lange ein Kollege von mir. Vor jetzt rund 4 Jahren hat er gekündigt und sich zuerst mit einer kleinen Galerie selbständig gemacht. In New York. Er meinte, wenn er irgendwo mit der Idee Erfolg haben kann, dann in New York. Dramaturgisch, wäre es ja jetzt sehr hübsch, wenn er in New York gescheitert wäre, aber dem Spannungsbogen zum Trotze ist das nicht passiert. Es schlug ein. Wie eine Bombe. Das ART-Magazin brachte RIESENSTORYS über ihn und mittlerweile arbeitet er dort nebenbei als Kolumnist. Er besitzt mittlerweile mehrere Galerien, in New York, Amsterdam, Paris, Abu Dhabi und Castrop-Rauxel. In Castrop-Rauxel als Reminiszenz an seine Wurzeln.

Boris’ Vater ist Exilrusse (dessen Vater allerdings ein Exilschweizer mit Namen Reto Ring war, der kurz nach dem zweiten Weltkrieg nach St. Petersburg auswanderte um dort Kräuterschnapslutschbonbons für Damen zu produzieren), der in den 70ern in Castrop-Rauxel einen Borschtsch-Imbiss eröffnet hat, der allerdings konsequenterweise und vollkommen berechtigt Pleite ging. Nach dieser Niederlage fand er eine Anstellung in einem damals schwer expandierenden schwedischen Möbelhaus und traf dort seine Zukünftige, Ida Lund, die Tochter des Filialleiters Ole Lund. Die beiden brannten kurz nach der Inflammation ihrer Liebe nach Süddeutschland durch und eröffneten ein sehr gut gehendes Restaurant für russisch-schwedische Delikatessen (Highlight der Speisekarte waren Köttbullar mit russischem Ei und Kaviar). Boris hatte seinen zweiten Vornamen von seinem Großvater mütterlicherseits, Ole nämlich.

Boris arbeitete während seines Studiums schon in Online-Läden ganz unterschiedlicher Couleur, die letzten 5 Jahre seines normalen Berufslebens in eben dieser Online-Datingbörse, in welcher wir uns dann auch trafen. Schon in seinem Studium hatte er begonnen, sinnfreie Zeit in unnötigen Seminaren mit heiterem Zeichnen der kompletten Sinnlosigkeit zu entreißen. Die Angewohnheit, permanent irgendwas vor sich hinzuscribbeln wurde er nicht mehr los und er führte diese auch später in der Meetingkultur der New Economy weiter. Je mehr ein Meeting in Richtung Unnötigkeit driftete um so intensiver wurden seine Zeichnungen.

Irgendwann machte es dann Klick und er stellte fest, dass seine Zeichnungen mehr enthielten, als das was er in seinem eigentlichen Job produzierte. Und nicht nur das – er war sich sicher, dass er nicht alleine war. Er spürte, dass es da draußen hinter den polierten Fassaden der White-Collar-Internet-Branche viele gab wie ihn. Eingeschlossene Künstler. Seine geniale Idee war eine Galerie für Meeting Kunst. Kunst, die in Meetings entstanden ist. Diese Kunst wollte er sammeln, aufbereiten und vermarkten. Er startete Aufrufe und ließ sich von gelangweilten Meetingzeichnern Skizzen schicken. Nach einer Zeit des Sammelns begann er diese Werke auszustellen, und die Originale sowie Kopien als Kunstdrucke zu vermarkten.

Irrerweise stellte sich heraus, dass der Markt dafür gigantisch war. Chinesen kauften diese Werke, weil sie sich erhofften, aus den Zeichnungen geheime Produktpläne entschlüsseln zu können. Intellektuelle Europäer kauften teure Originale, weil sie sie nicht verstanden und deshalb für das Werk von Genies hielten. Amerikaner kauften die Zeichnungen, weil europäische Intellektuelle sie kauften und reiche Russen kauften sie, weil Amerikaner sie kauften, zahlten aber ohne Diskussion das Dreifache. Arabische Ölmilliardäre kauften sie, weil sie ohnehin alles kaufen und es dann auf die paar Bilder auch nicht mehr ankommt. Heute steht der Name B. O. Ring für ein weltumspannendes Kunsthandelsimperium mit einem Millionenumsatz.

Ich habe das große Glück, dass sich einige seiner Frühwerke in meinem Besitz befinden – Originale, die heute ein Vermögen wert wären. Diese Schätze darf ich, selbstredend nach erfolgter Rücksprache mit Boris, hier nach und nach veröffentlichen.

B. O. Ring – Werk 1

BORingWerk1