Januar 26, 2010
Der Anschlag
Letztes Jahr kam ja ein neuer Mitspieler in den Dating-Jungle. Experten bezeichnen diesen Player gerne als “Die Schweinegrippe unter den Partnerbörsen”. Ja … und ich glaube fest, dass DIE dran Schuld sind. Ein heimtückischer Anschlag war das.
Genau … DIE, da bin ich ganz sicher, DIE haben meine Umlaute und Sonderzeichen zerschossen. Gemein ist das.
Ist ein Arzt da, der meinen Umlauten eine Therapie verabreichen kann … denen geht es wirklich gar nicht gut …
Januar 25, 2010
ZwanzigZehn Agenden
Kinderkinderkinderkinder … da kommt man nicht mehr hinterher … die letzten gefühlten 9 Monate waren mit der Erstellungen der Agenda ZwanzigZehn komplett ausgefüllt. 31 Stunden am Tag saßen die visionärsten Koepfe des Unternehmens zusammen und erarbeiteten den großen Wurf für die neue Dekade. Und diese Agenda wurde nun in die Welt geboren … oder besser: unter Schmerzen ins Licht gepresst.
Und was müssen wir da feststellen? ALLEalle A L L E anderen haben AUCH eine Agenda ZwanzigZehn. Das ist so sauungerecht. Was machen wir den jetzt?
Mein provokanter Vorschlag war ja, dass wir nach der ganzen Agendenbauerei einfach mal wieder anfangen zu arbeiten und das Strategiepaper krass nächstes Jahr als Vison TwentyEleven verhökern.
Meiner Theorie nach ist die ganze Wirtschaftskrise nur so entstanden, weil kein Schwein mehr echt gearbeitet hat, sondern alle nur damit beschäftigt waren ZwanzigZehn Agenden zusammen zu kloppen. So schauts doch aus.
Nun jedenfalls schauts jetzt so aus. Die Vision ist da und wir können endlich wieder loslegen.
… und duschen wäre mal wieder wichtig!
August 1, 2009
Neue Kooperation gestartet: Der schlagkräftige Partner an unserer Seite
Eine groß angelegte Umfrage unter westfälischen Singles hat ergeben, dass Genuss ein absolut verbindendes Element ist und das Kulinarische grade beim Anbandeln eine, wenn nicht DIE, zentrale Rolle spielt. Wir haben daraufhin nicht lange gezögert und mit unseren Beratern in Sachen Kooperationsmanagement, Ly Oner ( unten im Bild links) und Sal Amis (unten im Bild rechts) einen neuen Partner an Land gezogen.
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Der neue Partner: Die Innung der deutschen Wursthersteller (IW).
Schon vor Jahren hat die IW eine Studie zur Wurstwirkung in Auftrag gegeben, dabei weder Kosten noch Mühen gescheut und ein eindeutiges Ergebnis erhalten, welches in folgendem Poster seinen Ausdruck findet:
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Das Poster verkaufte sich wie gemischtes Hack und sorgte für eine finanzielle Unabhängigkeit der IW.
Die IW wir im Rahmen der Kooperation mit uns humanitäre Projekte in Meppen und im Pfälzer Wald voran treiben und eine weitere Studie zum Thema: “Hausschlachtung als verbindendes Element lange haltender Beziehungen” finanzieren.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.Â
November 19, 2008
Zurück
Ich bin wieder da. Es hat lange gedauert. Weit über 2 Monate. Viel länger als geplant. Viel länger. Aber das was passiert ist kann man auch nicht planen. Und man kann es auch nicht in aller Tiefe erzählen. Das wäre zuviel. Viel zu viel. Für mich und auch für Sie. Um ansatzweise in Struktur zu bringen, was passiert ist, seit mich die Suche nach Boris Ole und nach der verschwundenen Strategie nach Kanada geführt hat, werde ich eine Bulletpointerzählstruktur anwenden.
- es ging nach Kanada – dort führte die Spur hin. Boris und das 8. Bild in den Fängen skrupeloser Industriespione.
- Boris wurde im Keller eines Hochsitzes mitten in British Columbia ein Wahrheitsserum injiziert, damit er das Geheimnis des 8. Bildes verrät.
- Durch seine CTU-Ausbildung konnte sich Boris gegen das Serum wehren und statt dessen Pheromone produzieren, die mich auf seine Spur führten.
- Ich fand ihn, am Ende seiner Kräfte, unbeschreiblich, was er durchgemacht hatte – das Eindringen in den Keller: Ein Wahnsinn. Die Rettung von Boris: Ein Himmelfahrtskommando. Die Suche nach dem Original des 8. Bildes: Jetzt Prio1.
- Wir fingen uns einen Elch und ritten auf ihm in die nächste Stadt, nahmen von dort ein Kanu nach Wabashene und von dort die Bimmelbahn nach Toronto.
- Wir wussten: Das Bild war im Safe der Zentrale unseres großen Widersacherkonzerns. Wir brauchten: Zuerst mal HotDogs: Knoblauch-Honig-Wurst mit Sauerkraut und Chili-Ketchup. Sehr lecker. Verdammt: Man darf hier kein Bier auf der Straße trinken.
- Infiltration. Agentenschnickschnack mit allem PiPaPo. Blut. Schmerz. Rummachen mit einer Sekretärin (Boris!). Ein schneller, unvernünftiger Snack (sorry!). Das Bild ist wieder in unserem Besitz.
- Wir treten die Rückreise an. Werden aber von feindlichen Agenten gestellt. Es kommt zum Kampf.
- Einmal mehr überschlagen sich die Ereignisse. Es ist ganz furchtbar spannend. Boris weint. Er ist verletzt. Er ist über einen toten Biber gestolpert und hat sich dabei den Ellenbogen geschürft. Er gibt erst Ruhe, als ich seinen Ellenbogen küsse, Heile-Heile-Gänsje singe und ihm verspreche, dass gestorbene Biber in den Himmel kommen. MannoMann – Künstler …
- Endlich …
September 4, 2008
Undercover
Sorry Leute. Ich hab lange nichts mehr geschrieben. Konnte nicht. Und kann auch jetzt nur kurz. Ich bin undercover. Black Ops. Streng geheime Mission. Entgegen meiner sonstigen Verplaudertheit muss ich mich dieses Mal auch mächtig bedeckt halten. Zu viel steht auf dem Spiel. Fliege ich auf, ist es aus. Deshalb: psst! Es könnte gut sein, dass der Feind versucht meine Kommunikation abzufangen … denen traue ich allen zu, von Van-Eck-Phreaking bis zur Wanze im Dosophon. Diese Verbrecher. Doch eins nach dem anderen
Lasst mich die letzten 6 Wochen knapp zusammenfassen. Die kurzgefasste Geschichte beginnt mit einem dreisten Diebstahl …
Aus den Eingangshallen unseres phänomenalimposanten Headquarters wurden 8 Kunstwerke von Boris Ole Ring gestohlen. Das muss man sich mal vorstellen! 8! Und das war keine Din-A4-Meetart – es handelte sich dabei um große Leinwandkunst. 8 quadratische Leinwände in der Größe von 80 mal 80 Inch. Und nicht irgendwelche Leinwände. In diesen Kunstwerken versteckt sich die Firmenstrategie der nächsten 10 Jahre. Verschlüsselt natürlich, aber dennoch. Die öffentliche Ausstellung sollte zum einen auf subtile Weise den Geist der Vision des Kommenden in den Köpfen der vorbeiflanierenden Mitarbeiter impfen. Subtil deshalb, weil natürlich niemand davon informiert wurde, dass diese unglaublichen Strategie-Informationen in die Bilder eingearbeitet waren. Das wussten nur wenige ausgesuchte Mitglieder der Führungselite … und ich, als Verbindung zu Boris.
Der andere Grund für die derart öffentliche Ausstellung war, dass jemand aus der Chefetage die Idee hatte, dass enorm wichtige Dinge, die unbedingt geheim bleiben müssten, am besten öffentlich ausgestellt werden sollten, weil das am sichersten sei. Wie sich später heraus stellte hatte er das aus einem schwächeren Sherlock Holmes Roman. Nun ja, immerhin 9 Wochen hat sein Plan ja hervorragend funktioniert. Was nun die Frage war: Wurden die Kunstwerke entwendet, weil es sich um Einzelstücke von Boris Ole Ring handelte, die ein fanatischer Ring-Fan unbedingt in seiner lichtgeschützen Kellergalerie alleine für sich haben wollte oder steckte die verbrecherische Konkurrenz dahinter, die über erzgemeine Betriebsspionage Wind von der versteckten Botschaft in den Bildern bekam und diese nun gerade von ihrer Kryptoabteilung durchleuchten ließ, um den hellseherischen Plänen unseres Unternehmens das Wasser anzugraben.
Das galt es schnellst möglich herauszufinden. Das und wie die Werke überhaupt entwendet werden konnten. Schließlich hingen sie in einem extra dafür gefertigten, unauffälligen Glas-Tresor der mit dem letzten Chic von einem superperformanten Sicherheitssystem gekoppelt war.
Mit der Aufklärung dieser Fragen war ich in den letzten Wochen beschäftigt. Die ersten Ermittlungen gingen in Richtung Kunstraub, da ich sicher war hier auch zielführende Informationen zu erhalten, wenn der Hintergrund des Verschwindens der Bilder ein anderer war als Kunstinteresse. Die Fans von Boris waren in aller Regel über alles was mit Bildern ihres Idols geschah, sehr gut informiert und recherchierten selbst sehr genau. Nach ersten Untersuchungen in der polierten „Oberwelt“ der Kunstszene, schwang ich mich hinab in die Niederungen des Kunstsuchtsumpfes, in welchem Süchtige Fabergé-Eier frühstücken oder zwanghaft nicht anders können, als sich die Nase in Keith Haring Originale zu schnäuzen. Durch meine Kontakte zu Friedward Rund, dem Herausgeber der Boris-Ole-Fankreisdepesche 2πr, wurde mir die Tür zum Ring-Ring, einem Unterzirkel des weltumspannenden Boris-Ole-Fankreises, der sehr nahe an einer Geheimgesellschaft mit verschwörungstheoretischem Unterbau war, und über welchen ich mit den verdächtigen Sammlern in Kontakt kam. Den Alpha-Rolf, wie sich das Oberhaupt dieses Unterzirkels aus Gründen nannte, die sicher bizarr und verworren sind, von mir aber aus Zeit- und Relevanzmangel nicht näher recherchiert wurden, Emanuelle Gustave Cirque, traf ich schließlich nach einer höllischen Irrfahrt durch die Strandkasinos von Nassau, die Oasendatingkunstspelunken im Tschad, die verrauchten Art-Adiction-Kneipen von Barbados und die Avantgarde-Cafés New York Citys, endlich in einer versteckt liegenden Hinterhofgalerie von Bielefeld.
Schon nach kurzem Gespräch war schnell klar was ich schon zuvor vermutet hatte: Hintergrund des Diebstahls war kein Kunstinteresse. Alle Zeichen die ich las, deuteten in die Richtung der Konkurrenz. Irgendjemand von den Insidern hatte geplaudert und die Kraken der Konkurrenz haben sich die Bilder unter den Nagel gerissen.
Die Mitbewerber zu infiltrieren und herauszufinden in welchen Dechiffrierungsbüros die Bilder untersucht wurden, war alles andere als trivial – doch es gelang. Fast. 7 Bilder spürte ich auf und brachte sie zurück. Über die genaueren Umstände würde ich gerne ausführlicher schreiben, denn die Infiltration war reich an lebensgefährlichen Situationen, harter, körperlicher Action, erotischen Intermezzi mit heißblütigen Agentinnen der Gegenseite, die vor ihrer Tätigkeit für internationale Datingkonsorzien professionell modelten und trockenen Cocktails in Spitzenbars. Doch leider fehlt die Zeit. Das achte Bild fehlt noch. Und damit nicht genug. Boris wird vermisst. Er ist verschwunden und wurde vermutlich entführt um zu verraten, was die verschlüsselte Message der Bilder ist. Ihn zu finden hat jetzt oberste Priorität. Ich muss wieder weg. Die Spur führt nach Kanada.
Juni 23, 2008
B.O. Ring – Werk 7 – Kunst und Kritik
Dieses Werk entstammt der kritischen Phase von Boris Ole. Er verarbeitet darin den Klimawandel, das Erwerbstätigkeitsdogma und in subtiler Weise das Erlahmen der Revolution. Er erhebt den Zeigefinger gegen die Langeweile und den Müßiggang und brangert das folgenlose Sichfügen in den situativen Kontext als Flaute in der menschlichen Entwicklung an.
Das schreibt die Fachpresse zu diesem expressiven, dennoch sehr zarten Werk:
“Mir ist warm und ich bin müde†(Ottmar Hitzfeld, Sprecher des Bundes der Sommersaunisten und Klimaexperte)
“Dass selbst die Sonne sich fügt in die Hitze und nicht sieht, dass sie die Ursache ist, ist eine Allegorie auf das menschliche Dilemma an sich. Die doppelte Sonne gepaart mit der lyrischen Ausdrucksstärke und der mytholgischen Verankerung zeigen hier einmal mehr wo der Bartel den Most holt.†(Sören Kennerknecht, Wunst-Magazin)
“Diese unbedarfte Darstellung vom Sparifankerl zeigt einmal mehr die Gottlosigkeit dieses “Künstlers”. Die globale Erwärmung ist ein Zeichen dafür, dass die Mächte des Bösen die Erde im Griff haben und die Hölle aufsteigt. Und Schmutzfinken wie dieser Ring sind daran schuld.†(Pastor Johann Emanuel Bastong, Organist der Organisation “Katholischer Weitblick”)
Mai 8, 2008
B. O. Ring – Werk 6 – Anger
Dieses tief emotionale Werk entstand in einer Zeit der psychischen Schräglage bei Boris, die tatsächlich dazu führte, dass er in eine Zeit der Sucht abrutschte. Die Sucht bestand in einem abnormen Konsum französischer Rohmilchprodukte, Romadur und Kiri. Boris schaffte es, sich selbst aus dem Sumpf der Käseszene zu befreien, in dem er zunächst das Saufen begann und dann den Weg zu Kokain fand, was ihn dann schlussendlich wieder in die Gesellschaft integrierte. Diese Achterbahnfahrt verarbeitete Boris in seinem autobigraphischen Malbuchroman “MoonChees et la Manie de mimolette”.
Das sagt die Fachpresse:
“Gesund!†(Wotan Maria Hass, Anger-Management Coach)
“Dieses Werk macht mich ängstlich, betroffen, wühlt mich auf, macht mich aber auch etwas durstig. Man sieht das abtriften des noch jungen Mannes in die spätere Käsesucht. †(Sören Kennerknecht, Wunst-Magazin)
“Wut ist doch pillepalle … außerdem gibt es gar keine schreienden Trauben. Ist doch voll unrealistisch!†(Marc Bastong, Bund deutscher Botrytis-Befürworter)
April 21, 2008
B. O. Ring – Werk 5 – Flow
Ich bin sehr glücklich, der Welt heute ein neues Werk von Boris zeigen zu können. Ein Werk, in dem er mich erwähnt, und das er mir später geschenkt hat. Danke Boris. Entstanden ist das Werk nach einer Abschiedsfeier in einem der letzten Jahrhundertsommer. Die Dechiffrierung der einzelnen Bildelemente ist nach wie vor nicht zum Abschluss gebracht. Ich erinnere mich noch daran, dass an dem Tag in einem Meeting folgender Satz als einzige Mitschrift auf meinem Mitschriftsblock zu lesen war: “Runterskizziert ist das neue aufoktruiert!” – das hilft beim Dechiffrieren aber kein Stück.
Das sagt die Fachpresse:
“Die Epiphanie der Hopfenkaltschale.†(August Tinner, Bier und Kunst)
“Meiner Meinung nach liegt der Schlüssel zur Deutung in der Schippe des Maulwurfs. Oder noch etwas darunter.†(Sören Kennerknecht, Wunst-Magazin)
“Das stinkt genauso wie der andre Schmarrn von diesem … wie hoast der?†(Sebastian “Sepp”Bastong, Bund der deutschen Überfischungsphobiker)
Februar 24, 2008
memo an mich
… kürzer werden … vielvielviel kürzer werden … definitv!! … und mal schön kurz und concise (hab ich grade als neues Meetingsprech gelernt … concise … ) von folgenden Vokabeln sinnieren: flirten, grillen, daten, concise, Wurstbrot, Hallimasch, Gruppendynamik und Morphik. Mir und euch noch einen schönen Restsonntag!