Dating Paul

Dezember 10, 2008

Türchen10 – Meetinglanguage 2.0

von Paul

Als wir uns gestern im Marriot Kongresshotel commited haben um die agreedeten Tasks zu reviewen brachte unser CTO einen astreinen Finger-Pointer zum Bug im Matching .

“Is n No-Brainer!” fränkelte er leger aus der Hüfte, worauf alle nickten und er fortfuhr mit “… wenn wir net die Key-Function in nem pörmanent Optimizing-Loop ham, also net mal die Low-Hanging Fruits greifen, dann müssen wir die next steps net a mal brainstormen!”

Als es dann um die Communication-Strategy ging waren sich alle einig, dass es ein definitives Issue ist und bleibt, dass das Wording deutsch sein muss. Der Head of Business Development ergriff das Word und meinte nonchalante: “Egal welches Feature, you name it, die B-to-C-Communication muss in D|A|CH deutsch bleiben. Bei der letzten MaFo wure das von unseren Usern eindeutig als Need und Wish festgestellt.” Wieder wissendes Nicken in der Runde.

Dann passierte etwas Unvorhergesehenes im gemieteten Meetingraums des Kongresshotels …

Der referierende Online-Marketing Manager sprach grade wie folgt: “Wenn wir den Customer-Lifetime-Value higher leveln wollen, sollten wir urgent ne SWAT-Anlayse …”als es passierte und ein Kellner, der grade frisches Wasser brachte, sein Tablett fallen ließ und sich ganz schrecklich in einen Papierkorb übergab. Zuckend und sehr bleich im Gesicht blieb er liegen. Ich fragte einen seiner Kollegen, was denn mit ihm los sei. Der meinte mitleidig und verständnisvoll “er studiert Germanistik!”

Dann war erst mal Bio-Break für alle.

Dezember 9, 2008

Türchen9 – Zahlenspiele: Mystik und Nonsens

von Paul

Ich möchte mich schon im Vorfeld für diesen Beitrag entschuldigen – habe schlecht geschlafen und kann heute keinen klaren Gedanken fassen … egal über was ich nachdenke … es endet immer bei “Wurst” – weiß der Himmel warum … grober Unfug jedenfalls.

Schaltjahr ist immer alle 4 Jahre, alle 100 Jahre aber nicht, dafür alle 400 Jahre aber doch. Das nächste Schaltjahr, das wir nicht haben, ist im Jahre 2100, das letzte, das wir wegen der 400-Jahre-Regelungt hatten, war 2000. Gesegnet ist, wer beide kalendarischen Absonderlichkeiten mitbekommt … auch wenn es Wurst ist.

Heute sind es noch 22 Tage bis zum Jahresende. Die Quersumme von 22 ist 4. 4 ist die “Zahl der dreidimensionalen Welt”: 4 Himmelsrichtungen, 4 Jahreszeiten, 4 Grundelemente – 4 Wurstsorten: Streichwurst, Schnittwurst, Bratwurst und Dosenwurst.

Im Schaltjahr ist der 9. Dezember der 344. Tag des Jahres. Die Quersumme von 344 ist 11. Elf ist die Zahl von Ulf. Die Zahl des Ulfs steht für die Sünde, für die Unvollkommenheit und passt somit zu Ulf, wie Bohnenwurstsuppe zu einem üblen Geruch in der Luft.

In Babelusien wird am 9. Dezember traditionell geheiratet. Und wer nichts oder niemanden zum Heiraten hat, der hilft traditionell beim Wurstmachen. In die babelusische Wurst kommen nach alt hergebrachter Machart immer sieben Frettchen auf eine Rohrdommel und einen Wiedehopf. Das Ergebnis sieht sehr gut aus, riecht aber furchtbar und gilt, wenn man sie verschenkt, als ernsthafte Beleidigung.

Am 9. Dezember beginnt im Saarland offiziell das Werben der unverheirateten Herren um verheiratete Damen, was meistens in einer üblen Schlägerei endet, wobei meist mit Lyoner-Würsten und Maggiflaschen gekämpft wird. Das sieht lustig aus, riecht aber auch furchtbar. Über dieses Ereignis hat Giacomo Müller, der einzige Komponist des Saarlandes, eine Oper mit dem Titel “Wurst und Liebe” geschrieben, in welcher der Hauptdarsteller Franz Eder (De Eder Franz) eine Arie über arbeitendes Brustfleisch schmettert.

… puh … lassen wir das für heute … ich halte das selber nicht mehr aus …

Dezember 8, 2008

Türchen8 – Feststellungen, Erkenntnisse, Pläne und Prozesse

von Paul

Heute gibt es nur eine grob zusammengewürfelte Liste:

Ich hoffe übrigens, dass sie den zweiten Advent gestern gut überstanden haben. Aktuelle Single-Studien sagen, dass immerhin 9% der Singles alleine Weihnachtshausmusik betreiben, was so dermaßen traurig ist, dass ich mir darauf jetzt erstmal einen Nachmittagsschnaps gönne. Stellen Sie sich das Bild vom 43jährigen Horst, der, schlecht rasiert mit traurigen Augen und Tränensäcken,  in dem kleinen und nur leidlich aufgeräumten Wohn-Ess-Zimmer seiner 2Raumwohnung sitzt, an seinem struppigen Adventskranz 2 Kerzen brennen hat und am Fenster auf seiner verschlissenen Blockflöte etwas schief “Alle Jahre wieder” flötet. Da drückts einem doch die Tränen ins Knopfloch. Wolln Sie auch nen Schnaps?

Dezember 7, 2008

Türchen7 – Adventspaar

von Paul

Im  Echtzeitticker vom Love-Loft (von der DPA – der Deutschen Paarinfo Agentur) laufen ständig, permanent und rund um die Uhr die Meldungen ein, die uns täglich zu Hunderten von sich gefundenen Traumpaaren erreichen. Dort schlug grade folgende Meldung auf:

Die einzige weibliche Nikoläusin hat ihren Tannenzapfen gefunden (war die Überschrift). Geschickt bekamen wir einen Zeitungeartikel, ich meine aus der Märkischen Allgemeinen, bin aber nicht mehr so sicher. In dem Artikels tand, dass die Vollzeit-Nikoläusin, die zuvor als BFA (Bäckereifachangestellte) arbeitete, danach aber auf Nikoläusin umschulte. Die Weihnachtsfrau namens Rolf traf bei uns im Chat Ihren Traumprinzen, er heißt Käthe, und ist ulkigerweise für eine Hirschzucht Fleischausfahrer. Die beiden sind frisch verliebt undwaren bereits gemeinsam bei einem Tannbaumweitwurfwettbewerb und einem Glühweinkampftrinken.

Alles Gute Euch beiden!

Türchen6 – Nikolaustag

von Paul

da steht er

Nikolausi, Single, rüstig und gepflegt, sucht nette Schneefrau zum gemeinsamen Schlittenfahren. Eigene Rentierflotte steht zur freien Verfügung. Wenn Du reiselustig bist, nicht leicht frierst, und gut mit Elfen zurecht kommst, dann melde dich bei mir. Ich bin finanziell unabhängig und ein offener Typ mit viel Freizeit. Meine Hobby sind Elchpolo, Sackhüpfen und Yoga.

Dezember 5, 2008

Türchen5 – Die Wurstigkeit der Dinge (Phänomenologie)

von Paul

Etwas Tröstliches zum Tage aus der Welt der Wissenschaft!

Der introspektiv arbeitende Astralphänomenologe Paulo Rolph Horstinger hat eine bahnbrechende Entdeckung gemacht, als er nach einigen Absinth gestern Abend durch sein Teleskop sah, während im Hintergund Popstars im Fernsehen lief. Er stellte fest: Das Universum ist wurstförmig und hat die Form eines zu einer Möbiusschleife gedrehten Landjägers in Herzform. Horstinger, der neben seiner wissenschaftlichen Arbeit noch einen Job als Handmodell hat und eine Pekinesenzucht betreibt, kommt anhand von dieser bahnbrechenden Erkenntnis zu einigen weiteren Einleuchtungen, die er, wie es seiner strukturierten Art ganz entspricht, in 95 Thesen, die er an der an seiner Toilettentür mit den Worten “Hier stehe ich und kann nicht anders’!” festhämmerte, zusammenfasste – nachfolgend einige ausgewählte Thesen:

Ich weiß nicht, aber ich finde das alles unheimlich tröstlich und ich fühl’ mich jetzt mindestens ein Pfund weihnachtlicher. Lasst uns zusammenrücken und gemeinsam Presssack-Semmeln genießen.

Dezember 4, 2008

Türchen4 – Bemütztes

von Paul

Boris Ole Ring hat sich bereit erklärt, extra für diesen Adventskalender eine Zeichnung anzufertigen, die das saisonale Thema aufgreift und mit viel Subtext in die Singlethematik transportiert. Dabei lässt er Platz für einen weiten Interpretationsspielraum und ermutigt mit flottem Strich, dass sich der Betrachter seinen Teil dabei denkt.

B. O. Ring - Mützen zum Advent

Kaum veröffentlicht meldet sich auch schon die Fachpresse zu Wort:

“Sehr besinnlich! … und so wahr!” (Nikolaus Schlitten, Pressereferent der deutsche Sack-Lobby)

“Wie die Einsamkeit des Singlelebens – vor allem des Lebens der männlichen Singles – hier dezent bemützt wird, ist einmal mehr ein Genuss. Thematisiert wird die häufig schlechte Ernährung, die Einsamkeit an sich und die Verortungsproblematik im Kosmos.” (Sören Kennerknecht, Wunst-Magazin)

“Die feministische Sicht, kommt wie bei diesem Ring üblich, nicht nur nicht zu kurz, sie kommt nicht mal vor. Erbärmlich!” (Maria Magdalena Cross, Emma, Leiterin des Ressorts für Weihnachtsangelegenheiten)

Dezember 3, 2008

Türchen3 – Frust und Meditation

von Paul

Vorwort

Was für ein widerlicher Wintertag. Schneematsch, feuchtkalte Nässe, Schnupfen, trübes Grau den ganzen Tag, Winterdepression. All das … heute nicht! Die Sonne strahlt, der Himmel ist blau. Das Serotonin bekommt keine Gelegenheit zum absinken. Winterdepression – Fehlanzeige! Und ich war so drauf eingestellt. Hab schon alles für nen Grog gekauft um mich richtig toll bei Siffwetter zu Hause vor einem Kaminvideo einzufrusteln. Und jetzt. Nichts! Das macht mich traurig und betroffen. Keiner kennt sich mehr aus in dieser verückten Welt …

Türchen3

… aber das wollte ich eigentlich gar nicht sagen … soll ja ein Adventskalendertürchenblogbeitrag sein hier, und der soll ja Freude bereiten. Oder sonst irgendwie die Gedanken in eine positivere Richtung bringen. Wobei mir simpler Spaß heute etwas wenig ist … ich möchte, dass Sie, geneigter Leser, sich heute einer Meditation widmen. Meditieren sie über folgendes Bild und denken Sie dabei an die Paarbeziehung im klassischen Sinne. Auf was Sie am Ende Ihrer Meditation kommen gehört ganz Ihnen. Bitteschön!

Irgendwie erinnert mich das Bild an eine Wurst …

Dezember 2, 2008

Türchen1 + Türchen2

von Paul

Das war jetzt aber knapp mit der Zuteilung dieser neuen Aufgabe – Konsequenterweise hätte das erste Türchen ja auch am ersten Dezember hier erscheinen müssen, klappte nicht ganz, macht aber nix, holen wir jetzt nach. Ist ja auch immer schön, wenn man 2 Türchen auf einmal aufmachen darf. Im Dating-Adventskalender werden ab nun jeden Tag nützliche Tipps, spannende Insider-Infos und ganz andere überraschende, interessante, unerwartete und besinnliche Wahrheiten, Ideen oder Kunstwerke proklammiert, gezeigt oder veröffentlicht. Türchen1 und Türchen2 bestehen in den 4 folgenden Ratschlägen:

Ratschlag 1
Ein Date auf einem romantischen Weihnachtsmarkt kann bei leckerem Glühwein schnell das Eis brechen. Vermeiden Sie dabei aber bitte dringend die folgenden Sätze:

  • “Soll ich dir jetzt mal meinen Weihnachtsmann zeigen?!”
  • “Ich gehe ja nie ohne Zipfelmützen ausm Haus!” (zwinker)
  • “Ich muss von Rostbratwurst ja immer furchtbar kacken!”
  • “Nach 11 Glühwein schausse jetz richtich toll aus!”

Ratschlag 2
Nur als gutgemeinter Tipp: Sex auf billigen Rattanmöbeln … eher vermeiden – wegen dem Lärm, wegen den fiesen Splittern und den saublöden Fragen von diesem super dämlich grinsenden Arzt. Autsch … und wie das juckt … hab ich gehört …

Ratschlag 3
Wenn du fragst “Gehen wir zu dir oder zu mir?” und sie antwortet “Wenn du quatschen willst, können wir das gleich lassen!”, dann kann das der Anfang einer wunderbaren Freundschaft sein.

Ratschlag 4
Ganz schlechte Flirtsprüche, die Sie vermeiden sollten – (außer die Situation schreit nach ihnen – dürfte aber selten sein):

  • “Als ich dich sah wuchs meine Herpes herzförmig!”
  • “Ich würde mir gerne deinen Namen in mein Rückenhaar rasieren lassen!”
  • “Du erinnerst mich total an meine Mutter!”

Bis morgen!

H.O.R.S.T, die Rückkehr und neue Aufgaben

von Paul

Jetzt hat das ja doch noch mal zwei Wochen gedauert. Aber sicher ist sicher und muss sicher bleiben. Als Boris und ich zurück zur Zentrale kamen, konnten wir natürlich nicht gleich wieder zum Tagesgeschäft übergehen. Das ist nur verständlich. Nach so vielen Wochen im Feld und nach einem so intensiven Kontakt mit der Gegenseit musste sichergestellt werden, dass weder Boris noch ich umgedreht worden waren. Wir mussten in Agenten-Quarantäne und in einigen Verhören unter Wahrheitsserum unsere Wahrhaftigkeit beweisen.

Den Abschluss der 2 Wochen Zwischenzeit und der endgültige Abschlusstest war gestern Nachmittag ein Spät-Abend-Kaffekränzchen mit der Direktorin von H.O.R.S.T (Hollistisch-onthologischer Rat zur Sicherung des Tagesgeschäfts) in welcher wir das T.O.E.F-Siegel bekamen (T.O.E.F = Tapferkeitsmedaillenwürdiger und ordenreifer Einsatz eines Feldagenten) und offiziell wieder in Dienst traten.

Unsere erste Aufgabe: Das gemeinsame erstellen eines Adventskalenders.