April 4, 2008
Gestern wieder: Abteilungsübergreifendes Flaschendrehturnier
Freunde der Volksmusik, ich kann euch flüstern … ob diese Sache mit dem Abteilungsübergreifenden Flaschendrehturnier Zukunft hat? … ich weiß nicht, ich weiß nicht … nachdem was da gestern wieder passiert ist … und es passiert ja noch immer … aber der Reihe nach:
Wir fingen gestern Abend Punkt 18:30 Uhr an. Beteiligt waren die üblichen Verdächtigen. Kegel von den SysAdmins hatte schon schrecklich einen im Tee, da bei den SysAdmins um 16:30 Uhr ein kleiner Umtrunk stattfand, weil der Bruder von Rufus neu im Team angefangen hat und gleichzeitig Vater geworden war (also nicht life im Büro, sondern vor ner Woche). Logischerweise konnte Rufus auch nicht mehr grade aus sehen. Neben der Neuen aus dem Marketing, Nora vom Produkt, war auch Katinka aus der Buchhaltung dabei. Thea, die AdG, saß zwei Stunden im falschen Raum, vergaß dann, warum sie da saß und rief bei der MVG an, um sich einen Bus zu bestellen.
Die Stimmung war von Anfang an traumhaft und um die Ausgelassenheit zum Zenit zu peitschen wurde einvernehmlcih beschlossen, weil das auch das letzte Mal so schön geklappt hat, die ersten 11 Runden Wodkapflicht zu spielen. Nicht lang quatschen und denken, wer gedreht wird, zieht ein halbes Sektglas Wodka Ahoi (aka Porno-Wodka) auf Ex. Basta! Sehr wirkungsvoll. Katinka hat nichts dazu gelernt und dreht sich wieder in Serie selbst. Nora, die alte Sozialpädagogin, säuft solidarisch mit. Ich befürchte Schreckliches.
Nach den 11 Runden zeigt die Flasche auf Nora und Katinka schreit raus: “BITTE MACH PFLICHT! ICHHABWASICHHABWASICHHABWAS!”. Nora plärrt: “P F L I C H T ! ! !”. Katinka sagt: “Du musst ein Daumenkino von Ben Hur basteln!”
Bei Nora ist anscheinend die letzte Porno-Wodka-Runde zu weit nach oben geschäumt, jedenfalls steht sie total unter Strom, freut sich riesig, sagt “bis gleich!”, düst aus dem Zimmer und ist weg. Und bleibt weg. Und kommt nicht mehr. Wir spielen weiter und merken erst nach geschlagenen 3 Stunden, dass da wer fehlt. Wir versuchen uns Sorgen zu machen, was aber nicht so recht klappt, da bereits 3 leere Wodkaflaschen rumliegen. Grade als wir glauben beschlossen zu haben, dass jemand mal nach ihr sehen gehen könnte, fliegt die Tür auf und Nora steht in der da. Ihr Kopf ist irgendwo zwischen Burgunder- und Bordeaux-Rot. In Ihrem Arm hat sie ungefähr 1500 Bögen Papier und meint, dass seien die ersten 4 Minuten von Ben Hur als Daumenkino. Der Rest ist unterwegs. Der eine Teil wird gerendert, der andere Teil gedruckt. Sie hat ein Tool gefunden, dass Filme in Einzelbilder abspeichert. Durch dieses Tool werden grade die letzten 180 Ben Hur Minuten automatisch in Einzelbilder diminuiert. Der Rest der ersten 25 Minuten flutsch durch den Netzwerkdrucker. Das erzählt sie stolz. Ich bin mächtig beeindruckt. Kegel sagt: “Hattest du da genug Platz für auf deinem Rechner? Das sind doch absurde Datenmengen!”. Nora meint: “Wozu haben wir denn dieses fette Netzwerk mit den ganzen TerragigawieauchimmerDingern?” Kegel wird blass und würgt.
Unser Netzwerk ist immer noch am Sack. Kann bis Montag dauern, bis das wieder funktioniert. Immerhin haben wir jetzt die ersten 20 Minuten von Ben Hur auf 11 238 DIN A3 Bögen als Daumenkino.
April 2, 2008
Noch mehr Diversifikation
Eine weitere einsame Zielgruppe wurde entdeckt. U-Bahn-Kontrolleure. Als neue Randgruppe, der ein randgruppenspezifisches Portal gebaut wird, sind U-Bahn-Kontrolleure fast schon beschlossene Sache. Meine gut unterrichteten Kontaktkreise sprechen davon, dass bereits Kooperationen mit der Münchner MVG, dem BVG in Berlin, der BOB, der Kleinblittersdorfer Bummelbahn und dem Transrapid unter Dach und Fach sind. Außerdem wird in den beiden in beachtlicher Auflage erscheinenden Spartenmagazinen “Die Fahrscheine bitte!” und “Der kleine Kontrolleur” ganzseitige Anzeigen geschaltet. Liebe Kontrolleure: Ihr wardt die längste Zeit alleine! Macht euch gefasst darauf zurück ins Leben zu treten.
März 31, 2008
Diversifikation – next steps …
Das Thema “Diversifikation” beschäftigt nach wie vor die ganze Flirt-Branche. Die Dating-Labs und das Love-Loft arbeiten permanent an der Segmentierung von Markt und Kunden. Da wird geclustert bis die Schwarte kracht. Nach intensiver Forschung und einigen Flaschen Lambrusco (Warum darf dieses Zeug eigentlich noch verkauft werden?) haben nun die führenden Köpfe aus Marketing und Produktentwicklung beschlossenen, jetzt die echte Herausforderung zu suchen und sich um eine wirklich enge Nische zu kümmern, die bisher noch von keinem Konkurrenten angegangen wurde, aber vor Einsamkeit nur so strotzt und somit jede Menge Potential bietet. PFAHLSITZER!
Unsere Vordenker sind sich einig darin, dass Pfahlsitzen groß im kommen ist. Ende der 90er war Pfalsitzen en vogue, ging dann aber wieder unter, und wurde ohne mediale Beachtung nur von einer wirklich kleinen Subkultur weiter betrieben. Im Zuge der immer schneller rollenden notorischen Retrowelle ist es aber sicher, dass auch Pfahlsitzen wieder ein heißes Eisen wird – grade bei unserer immer ziselierter werdenden Zivilisation.
Darum demnächst und nur bei uns: Pfahlsitzerdating!
(Wir werden auch die nächsten Pfahlsitzweltmeisterschaft sponsern, bei welchen wieder um den Vlad Tepes Pokal um die Wette gepfahlsessen wird, von welchen allerdings noch nicht fest steht wo und wann sie stattfinden werden. Gut im Rennen liegen aktuell Venedig und Pforzheim.)
März 25, 2008
Aufgetauchtes und Passiertes
Über Ostern war ich auf Wallfahrt zur St. Paul’s Cathedral. Mache ich jedes Jahr. Ich schnappe mir nen Kasten Paulaner, fahr damit nach London und trinke ihn vor der St. Paul’s Cathedral aus. Dazu gibt es lecker fettig Fish’n'Chips. Während ich also bei den netten Insulanern meinem Paul-Pilgertum nachkam, ereigneten sich hier folgende Geschichten.
- Ein Unbekannter hat bei der Geschäftsleitung verschiedene Anträge gestellt, darunter die folgenden: Auf dem Herrenklo soll ein Haargelspender intsalliert werden, ein Schuhputzautomat soll her, ein Dresscode soll eingeführt werden und die Gänge und Korridore sollen mit einem automatischen Beduftungssystem ausgestatet werden.
- Auf unserem ohnehin proppenvollen Fiileserver hat irgendein Frechling einen enorm platzfressenden Film aus der Sparte der expliziten Erwachsenenunterhaltung abgespeichert. Titel: Schluckgeile Shaolin-Schlampen auf analem Rachepfad. Bestechend durch rasante Kamerafahrten und eine bisher ungesehene Fusion aus Martial Art, Kamasutra und Proktologie.
- Das nächste abteilungsübergreifende Flaschendrehturnier wurde auf kommenden Donnerstag gelegt. Katinka aus der Buchhaltung macht Nudelsalat. Gedreht wird keine Flasche sondern eine leere Dose Haarglanzglitterspray.
- Nach dem traditionellen Gründonnerstagsumtrunk hat jemand ganz furchtbar ins Inspiratorium gekotzt. Als die Sauerei entdeckt wurde flimmerten grade die Outtakes von Schluckgeile Shaolin-Schlampen auf analem Rachepfad über den Beamer.
- Der Bund der Deutschen Aktivsitzer (BDA) hat eine Betriebsbegehung angekündigt.
März 12, 2008
B. O. Ring – Werk 4 – Diversifikation
Entstanden ist dieses Werk zu einem Zeitpunkt, als im Unternehmen mal wieder heftig über das Thema Diversifikation diskutiert wurde. Dieses Thema ist ein Wellenthema, welches im thematischen Tidenhub immer mal wieder nach oben brandet. Wenn die Diversifikation dann durch die Agenda settet, dann stormts im Brain, Minds werden gemappt und Visionen fusionieren mit Missionen.
Da auch andere Branchen die Zyklizität der Diversifikation kennen, wurde dieses Werk von Boris zu einem besonders exorbitanten Preis verkauft. Die Kunstkritik schreibt folgendes:
“Eine quasi-pleonastische Auseinandersetzung mit der Suche nach der unentdeckten Lücke. Die heitere Oberfläche lässt Grabenkämpfe durchscheinen. Einmal mehr ein Werk mit Tiefgang.†(Ingolf Lück, Zwischenraumforscher)
“Das Diverse ist in der aktuellen Strömung des abendländischen Profidilettantismus der Farbkleks der gefehlt hat.†(Sören Kennerknecht, Wunst-Magazin)
“Des Interessante am Loch im Käs’ ist ja net das Loch, sondern der Käs’ drumrum.†(Roger Bastong, Bund deutscher Käsereifachbetriebe)
März 9, 2008
Erfolgsgeschichte zum Weltfrauentag
Der 8. März ist ja schon ewig Weltfrauentag. Ein Welttag mit langer Tradition und Geschichte, ein Tag, dessen Wurzeln weit in die Vergangenheit reichen, und die nicht erst in der letzten Dekade schwer gedüngt gewachsen sind, so wie es etwa bei dem seit 1997 immer am 2. Februar begangenen Welttag der Feuchtgebiete ist. Im Gegensatz zum Welttag der Feuchtgebiete reicht die Geschichte des Weltfrauentages zurück in das 19. Jahrhundert und soll seinen Ursprung haben in einem spontanen Streik ausgebeuteter Näherinnen in New York, denen es am 8. März 1852 mächtig auf den Apfel ging, dass am Ende des langen Arbeitstages nichts verdient war als wunde Finger.
Im Geiste dieser Ursprungslegende trafen sich am 8. März des Jahres 2004 die Frauen des Antirassistischen Arbeitskreises der Fleischereifachverkäuferinnen des Münchener Glockenbachviertels zu einem offenen Diskussionsabend und sprachen über ein Thema, dass ihnen schon lange unter den Nägeln brannte: Ein Wurstverkaufskonsortium ohne männliche Kontrolle! Das Ergebnis war die Gründung der lesbischen Metzgereikette Vaginale Wurstwaren e.V., die seit dem Jahr 2005 erfolgreich in der noch immer männerdominierten Wurstszene aufräumt.
Schon 2006 kam es zum ersten großen Zusammenschluss in der Szene, als die Vaginale Wurstwaren e.V. mit dem nichtlesbischen Female Fleisch Kollektiv Süd-West fusionierte und seitdem als Lady Meat COOP für Aufsehen sorgt und immer wieder bei internationalen Wettverwurstungen fordere Platzierungen erreicht. Es folgten eine Reihe weiterer wegweisender Verbindungen, unter anderem eine Kooperation mit der schwulen Fahradladenkette GayPäckträger, der Gemeinschaft deutscher Leuchtturmwärterinnen (GDL) und des Vereins zur Abschaffung überholter Gender-Normen.
Seit Anfang 2007 gehören auch wir als Online-Dating-Börse in dieses Netzwerk und stehen in einem ständigen Austausch. Außerdem unterstützen wir die Lady Meat COOP bei der Organisation der Speeddatingweltmeisterschaften, die seit letztem Jahr immer genau 42 Tage nach dem Weltfrauentag stattfinden.
(Übrigens: Dieses Jahr werden die Speeddatingweltmeisterschaften am 30. April in Helsinki stattfinden. Singles aller Geschlechter sind herzlich eingeladen sich zu bewerben. Dating-Paul leitet Bewerbungen gerne an die richtige Stelle weiter. Fragen zu den Speeddatingweltmeisterschaften? Dating-Paul antwortet gerne!)
März 4, 2008
Post von Russ Powers
Ich kenne den gar nicht, den Russ. Vielleicht ein Freund eines Freundes? Aber wer hat da wieder intime Details ausgeplaudert? Jedenfalls hat mir der Russ heute eine Mail geschickt, in der er mir dabei helfen will, dass ich meine Potenzprobleme endlich in den Griff bekomme. Nett von dem Mann, belastet ja doch, sowas. Man muss nur Vi. nehmen, meint der Russ, der Herr Powers. Ich stelle mir Fragen: Ist der Herr Powers verwandt mit Stefanie Powers, alias Jennifer Hart, der traumhaften Frau von Jonathan Hart, alias Robert Wagner, die zusammen ihrem mörderischen Hobby nachgehen, während Max die Küche aufräumt oder das gelbe Mercedes-Cabrio poliert und Friedwart auf den Teppich macht? NEIN! Ist er nicht, da Stefanie Powers gar nicht Stefanie Powers heißt sondern Stefania Zofia Federkiewicz.
Ist Russ vielleicht der Sohn von Russ Meyer, dem glorreichen Regisseur von Filmmeilensteinen wie Vixen!, SuperVixens und Beneath the Valley of the Ultravixens, in welchen es zentral um die Darstellung massiv gewachsener sekundärer Geschlechtsorgane ging? Möglich …
Jedenfalls bietet mir der Russ dieses Vi. zum Vorzugspreis an und schreibt zur Dosierung:
“Eine volle 100-mg-Dosis macht den Schwanz zum Schwert. Wer es übertreibt, ist Schuld, wenn die Herzallerliebste am Ende einen Y-förmigen Sarg braucht. Für die meisten von uns sind 50 mg mehr als genug, wenn man das gute Stück zwischen den Höhepunkten auch mal hängen lassen will … zur Not hilft es da vielleicht, sich ein nacktes Großmütterchen vorzustellen.”
Passieren kann mit diesem Vi. auch nix, wie es scheint, jedenfalls sagt der Russ:
“Die Nebenwirkungen sind minimal: manchmal eine verstopfte Nase, kurzzeitig ein roter Kopf – kein Kopfschmerz, sondern das Gefühl, als würde man eine Flasche eiskalte Cola in einem Zug trinken.”
Klingt doch gut, alles.
Februar 27, 2008
Frankenstein Latte Macchiato
Geheimes Forschungsprojekt in einem Büro entdeckt. Ungeklärt: Was soll daraus werden? Teeschleimzyklopen? Milchwurst? Kaffeesatzgolgathaner? Das Ding aus dem Sumpf?
Ein Antiseuchenkommando der DatingLabs ist bereits am Analysieren.
Flirt Tipps vom Chef der Chat Trainer
Der Chef unserer Flirt Coaches und Chat Trainer ist Dr. Hanno von Oldenburg. Der agile 46jährige, von Hause aus studierter Mediziner, hatte fast 10 Jahre eine gut gehende Praxis für Gynäkologie, Urologie und Proktologie. “Immer allet wat mit Untenrum!”, so beschreibt der gebürtige Wuppertaler gerne lachend seine weißkittelige Berfusvergangenheit. Vor nunmehr rund 6 Jahren hat er sich dann beruflich umorientiert, wobei die genauen Gründe für diese Umorientierung nicht bekannt sind und sich darum eine Reihe von Flurlegenden, Treppenwitzen und Aufenthaltsraummythen ranken. Folgend ein paar Schlagworte aus der hierfür bekochten Gerüchteküche in alphabetischer Reihenfolge: Analmüdigikeit, Borderlinesyndrom, Depression, Hustensaftsucht, Kunstfehler, Midlifefrustrationundesnochmalwissenwollen, Opossumfamilie im Ultraschallgerät, Vagina Dialoge, Zionismus.
Bei seiner Umorientierung blieb er bei dem Phänomen des Onlinedatings hängen und erforschte das weite Feld der Partnerbörsen unter psychologischen, gesellschaftlichen, soziologischen, philosophischen und medizinischen Gesichtspunkten. Seine bahnbrechenden Erkenntnisse hielt er in mehreren Büchern fest und ich möchte hier in loser Folge nach und nach einige seiner Weisheiten und Tipps in destillierter Form verkünden:
- Vermeide Streit, wasch dich öfter
- Es gibt keine Entschuldigung für platte Flirtsprüche – deshalb: Sein lassen!
- BRÜLLEN SIE NICHT SO!
- ja … ja … ja … Humor
- “Bist du rasiert!” ist als Erstansprache so gut wie nie erfolgreich
- Das frühe Übermitteln genitaler Abmessungsdaten ist kontraproduktiv
- Vermeiden Sie doofes Chatsprech:
, *smile*, ROFL, … das wirkt infantil und unmaskulin - Achten Sie auf korrekte Orthographie: Wenn ein Text ausschaut, als wäre die Katze über die Tastatur gelatscht, ist die Ausgangssituation denkbar schlecht
- Last but not least: Selbstvertrauen, du Trottel!
Februar 26, 2008
B. O. Ring – Werk 3
“Der Hase sitzt wie so oft hinter den Spiegeln, doch das muss der Betrachter begreifen und er muss in der Lage sein, dies zu kontextualisieren. Zutiefst feministisch.” (Alice Schwarzer, Lyrikerin)
“Mystische Katharsis. Aufgezeigt werden Ansätze und Auswege. Die Globalisierungskritik in zarter Andeutung. Die Wildheit des Frühwerks.†(Sören Kennerknecht, Wunst-Magazin)
“Frisch geschossener Hase am liebsten in einer Senfsoße.†(Siegfried Bastong, Bund deutscher Jäger)